Über 50 neue Geschlechtsbezeichnungen

Facebook-User nicht mehr nur Mann oder Frau

Berlin - Entweder "weiblich oder "männlich: Für die meisten Menschen ist ihre Geschlechtsidentität eindeutig - aber nicht für alle. Dem trägt Facebook jetzt Rechnung.

Im Online-Netzwerk können englischsprachige Nutzer nun auch Geschlechtsbezeichnungen wie „transgender“ oder „bi-gender“ angeben. Auch Ausdrücke wie "androgyn" und "fließende Sexualität" finden sich unter den über 50 neuen Geschlechtsbezeichnungen, wie das Netzwerk in der Nacht zu Freitag mitteilte. Diese Nutzer können zudem einstellen, mit welchem Pronomen sie bei Ankündigungen innerhalb von Facebook angesprochen werden wollen. Neben "er" und "sie" ist hier auch "es" möglich. Auch ob die Geschlechtsbezeichnung für alle oder nur für eigene Kontakte sichtbar sein soll, ist jetzt einstellbar.

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Für die Mehrheit werde die neue Freiheit unerheblich erscheinen, erklärte Facebook. Aber "für diejenigen, die es betrifft, bedeutet es sehr viel". Begleitet war der Eintrag von einem Foto, das eine riesige Regenbogenflagge auf dem Unternehmenspark im Silicon Valley in Kalifornien zeigt.

Man habe bei der Entwicklung mit Organisationen zusammengearbeitet, die sich für die Rechte von Homosexuellen einsetzen. Facebook habe ein Jahr lang an der Option gearbeitet. Bei Menschenrechtsgruppen stieß die Geschlechterfreiheit auf ein überwiegend positives Echo. Ein Facebook-Profil sei für viele Menschen zur Online-Identität geworden, erklärte die Human Rights Campaign Foundation, die sich für die Belange von Homosexuellen einsetzt. Zahllosen Nutzern erlaube Facebook nun, sich selbst ehrlicher und akkurater darzustellen. Das sein ein Meilenstein.

Die neue Möglichkeit gibt es zunächst nur für Mitglieder, die Facebook auf US-Englisch nutzen. An einer Umsetzung für andere Sprachen und Länder werde gearbeitet, erklärte das Unternehmen.

dpa/afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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