Facebook will Datenschutz-Regeln vereinfachen

Facebook will im Datenschutz-Dauerstreit einlenken und seine Regeln vereinfachen. Das Netzwerk hatte zuletzt mehrfach die Privatsphäre-Einstellungen verändert. Daraufhin kehrten viele Mitglieder Facebook den Rücken.

Facebook-Manager Elliot Schrage sagte der britischen „Financial Times“ (FT): „Ich denke, wir müssen einige Schritte zurück in eine andere Richtung gehen.

Der große Facebook-Knigge

Der große Facebook-Knigge

Nachdem lange Zeit vor allem europäische Datenschützer Facebook kritisiert hatten, waren zuletzt auch in den USA Bedenken gegen das Vorgehen des Netzwerks gewachsen. Unter anderem forderten vier US-Senatoren Facebook in einem offenen Brief auf, die Datenschutz- Bestimmungen zu ändern. Auch viele prominente Blogger und Online- Experten hatten die Datenschutz-Richtlinien bemängelt und das mit mehr als 400 Millionen Mitgliedern größte soziale Netzwerk im Internet verlassen.

Schrage sagte der „FT“, Facebook müsse eine „schwierigen Balance“ halten: Zum einen sollten die Datenschutzregeln präzise sein, zum anderen aber auch verständlich. „Vielleicht haben wir uns zu sehr entfernt von Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit.“ Unklar bleibt, wie die angekündigten Änderungen aussehen sollen. Eine Sprecherin nannte am Montag auf Nachfrage auch keinen Termin für die Umsetzung.

Kritiker werfen Facebook in erster Linie vor, seine Nutzer durch ein kompliziertes Prozedere zu schicken, wenn diese ihre eigenen Einstellungen zur Privatsphäre verschärfen wollen. Als Standardoption schlägt Facebook bei der erstmaligen Anmeldung einen relativ offenen Umgang mit persönlichen Daten wie Kontaktdetails oder Fotos vor. (dpa)

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