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Lustig und dreist zugleich

Facebook: Falscher Kundendienst ärgert Unternehmen

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München - Mit frechen Antworten auf Kundenanfragen will die Person, die den "Kundendienst" bei Facebook betreibt, wohl nur für ein wenig Heiterkeit sorgen. Den betroffenen Unternehmen bereitet das aber jede Menge Probleme.

Man möchte sich bei einem Unternehmen beschweren und bekommt eine dreiste Antwort zurück: Mit diesem Vorgehen hat sich der Facebok-Account 'Kundendienst' bereits über 13.000 Fans verschafft. Was für Mitlesende vielleicht lustig ist, bereitet den betroffenen Firmen aber jede Menge Ärger.

Das Prinzip funktioniert so: Kunden hinterlassen auf der Facebook-Seite von Firmen ernst gemeinte Anfragen und bekommen eine Antwort vom Spaß-Account "Kundendienst". Die sind zwar nicht ernst gemeint, aber so frech, dass der Kunde wenig zufrieden gestellt sein dürfte.

Ein Beispiel: Eine Telekom-Kundin beschwerte sich bei der Facebook-Seite des Unternehmens über die Uhrzeiten des Werbeanrufes der Telekom und der scheinbar offizielle Kundendienst antwortete ihr: "Guten Tag, haben Sie zuviel Twilight gelesen oder warum schlafen Sie noch um 21.10 Uhr, sind aber hier gegen Mitternacht am posten? Ich habe die Vertriebsabteilung soeben darüber unterrichtet, dass Sie künftig Informationen über Angebote und Aktionen für Bestandskunden zu früher Mordenstunde (01:30 Uhr - 06:30 Uhr) wünschen. Ich hoffe, ich konnte ihnen weiterhelfen." Besonders der Schlusssatz ist zu einer Art Markenzeichen des 'Kundendienst' geworden.

Facebook-Post Telekom

Eine weiterer User beschwerte sich bei UPS, da die Transportfirma immer noch Haifischflossen transportiere. Der Account 'Kundendienst' schrieb dazu, dass das Unternehmen ja auch irgendwie Geld verdienen müsse und dass es eine win-win-Situation sei. Immerhin gebe es dadurch weniger Hai-Attacke an Badestränden und man setze den ein oder anderen Dollar um.

Das Problem: Viele Kunden realisieren nicht, dass es sich nicht um einen echten Kundendienst-Account handelt und nehmen die Antworten des falschen Kundendienstes bierernst. Schlecht für das betroffene Unternehmen, dessen Kunden so verärgert werden. Wie lange der "Kundendienst" also noch schalten und walten kann, dürfte wohl nur eine Frage der Zeit sein, für so manchen grenzt das Vorgehen des Fake-Accounts an Rufschädigung. Bis dahin haben die 13.000 Fans allerdings noch etwas zu lachen.

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