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Die Panikmache funktioniert über Facebook und WhatsApp.

Nachrichtenfälscher im Netz

So soll der Kampf gegen die „Fake News“ funktionieren

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München - Es ist ein gefährliches Phänomen: Immer mehr gefälschte Nachrichten geistern durchs Internet. Doch den „Fake News“ wurde nun der Kampf angesagt. Die tz zeigt, wie das funktionieren soll.

Kampfzone Internet: Politikern werden Zitate in den Mund geschoben, die sie nie gesagt haben – und dann empört per Facebook geteilt. Oder es werden Lügen über die „islamistische Gefahr“ oder Flüchtlingskriminalität in den sozialen Netzwerken verbreitet, um die Angst in der Gesellschaft zu schüren. Facebook hat versprochen, jetzt stärker gegen solche „Fake News“ (gefälschte Nachrichten) vorzugehen – vorerst aber nur in einer auf die USA beschränkten Test-Phase. Die tz zeigt an einem aktuellen Beispiel, wie das funktionieren soll:

In den sozialen Medien kursierte in den vergangenen Woche eine (wie so oft bei Fake News) mit Rechtschreibfehlern gespickte Warnung vor durch Islamisten vergiftete Weihnachts-CDs. Der offensichtliche Unsinn wurde millionenfach geteilt – und millionenfach geglaubt. Nach den neuen Face­book-Regeln, soll es künftig einfacher werden, solch eine Meldung als „Fälschung“ zu kennzeichnen. 

1 Nach einem Klick rechts oben auf die Nachricht öffnet sich ein Fenster, in dem verschiedene Gründe für die Meldung angekreuzt werden können, unter anderem: „Es ist eine gefälschte Nachricht.“ 

2 Dann kann man die Nachricht mit einem Warnstempel für „Falschnachricht“ versehen. 

3 Facebook hat angekündigt, mit externen Gruppen zusammenzuarbeiten, die Fakten nachprüfen. Diese Rechercheure, die im International Fact-Checking Network zusammengeschlossen sind, sind unparteiische Institutionen aus der Medienbranche, etwa die US-Journalistenschule Poynter oder die Fakten-Check-Gruppe der Washington Post. In Deutschland gibt es eine derartige Institution noch nicht, wohl aber in Staaten wie Ukraine, Polen oder Südafrika. Geld bekommen die Faktenprüfer von Facebook nicht – dem rund 50 Milliarden Euro schweren Facebook-Chef Mark Zuckerberg kostet die Recherche also keinen Cent. 

4 Die Faktenchecker prüfen die Meldung nach Kriterien wie: Stimmt die Quelle, gibt es überhaupt eine Quelle? Im Falle der Weilheimer Meldung wäre das mit einem Anruf bei der dortigen Polizei oder dem Krankenhaus erledigt. 

5 Wenn die Faktenprüfer zu dem Ergebnis kommen, dass die Meldung fragwürdig ist, erscheint vor dem Weiterleiten ein Warnhinweis: „Von unabhängigen Faktenprüfern als fragwürdig eingestuft“. 

6 Die Meldung kann zwar trotzdem weitergeleitet werden. Aber die Hoffnung von Facebook ist, dass viele Menschen solch eine fragwürdige Nachricht nicht mehr weiter senden. Zudem wird auch der Facebook-Algorithmus die Meldung entsprechend negativ gewichten, der darüber entscheidet, wie prominent die Nachricht platziert wird.

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