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Kabellose Ohrstöpsel, eine neue Optik in schwarz glänzend, und sonst? Apple spart beim iPhone 7 mit revolutionären Neuerungen. Das verunsichert Anleger.

Apple hüllt sich in Schweigen

iPhone 7: Darum gibt Apple keine Verkaufszahlen bekannt

Cupertino - Die Börse ist skeptisch. Nach der Produktpräsentation des neuen iPhone 7 fielen die Aktien des Herstellers um bis zu 2,6 %. Zu viele Fragen blieben offen.

Zum Start der Vorbestellungen des neuen iPhone 7 hat Apple überraschend angekündigt, künftig keine Absatzzahlen vom ersten Verkaufswochenende mehr zu veröffentlichen. Der Konzern erklärte am späten Donnerstag, die Zahl habe keine Aussagekraft mehr, weil sie nicht von der Nachfrage, sondern von den verfügbaren Stückzahlen bestimmt werde: „Wir sind an einem Punkt, an dem wir vor der ersten Vorbestellung wissen, dass das iPhone 7 ausverkauft sein wird.“ Analyst Colin Parker bewertet das Thema ganz anders: "Mangelnde Zahlen sind niemals gut," wird er im manager-magazin zitiert.

Weniger stark wachsende Verkaufszahlen

Die Zahlen vom ersten Wochenende galten bisher als erster Indikator für die Verkaufsaussichten der neuen iPhones - schwankten aber auch zum Teil angesichts der Verfügbarkeit in einzelnen Ländern. So setzte Apple vergangenes Mal im Herbst 2015 am ersten Verkaufswochenende 13 Millionen Geräte des Modells iPhone 6S ab - ein deutlicher Sprung im Vergleich zu den 10 Millionen beim iPhone 6 ein Jahr zu. Allerdings war das 6S im Gegensatz zum Vorgängermodell gleich zum Start auch in China verfügbar, was den Markt größer machte. Am Ende verkaufte Apple im Weihnachtsquartal mit 74,8 Millionen Geräten des iPhone 6S nur minimal mehr als im Jahr davor.

Die iPhone-Verkäufe gehen in diesem Jahr erstmals seit dem Marktstart 2007 zurück. Im zweiten Quartal etwa gab es einen Absatzrückgang von 15 Prozent auf 40,4 Millionen Geräte. Einige Analysten rechneten für das Startwochenende des diese Woche angekündigten iPhone 7 mit rund zehn Millionen verkauften Geräten.

Beim großen Apple-Event am Mittwoch war von rückgängigen Verkaufszahlen freilich nicht die Rede. Umso bemerkenswerter war der schwache Abschluss der Apple-Aktien am Mitwoch. Grund für die Skepsis der Anleger könnten die wenigen Neuerungen sein, die sich Apple für sein neuestes Smartphone einfallen ließ. Bis auf eine neue Farbe (schwarz glänzend) hat sich vor allem beim Design nicht viel getan. Auch bei den kabellosen Kopfhörern scheiden sich die Geister.

Computer Bild vermutet hinter der scheinbaren Revolutionsmüdigkeit bei Apple eiskaltes Kalkül: Schließlich feiert das iPhone im nächsten Jahr seinen zehnten Geburtstag und da wartet wohl die ein oder andere Mega-Überraschung auf die Apple-Fans.

dpa/lg

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