Familiäre FH am Flughafen

- Der Flughafen-Standort Erding kann sich ab dem kommenden Wintersemester rühmen, auch zur Hochschulstadt zu avancieren. In einem mittlerweile städtischen ehemaligen Post-Gebäude direkt am Bahnhof nimmt dann die private Fachhochschule für angewandtes Management ihren Betrieb auf. Geschäftsführer Christian Werner verspricht ein familiäres Klima: "Unsere Professoren werden jeden Studenten kennen."

<P>Die Erdinger FH wird erst die dritte private Fachhochschule in Bayern sein, nachdem das Wissenschaftsministerium bei der Genehmigung privater Universitäten relativ restriktiv verfährt. So rechnet sich Werner gute Chancen aus, zum Semesterbeginn am 15. Oktober mit etwa 120 Studenten in vier Hörsälen und einem Multimedia-Saal starten zu können. 290 Euro pro Monat kostet der dreijährige Bachelor in den vier Studiengängen Betriebswirtschaft, Wirtschaftspädagogik sowie -psychologie und Sportmanagement. 350 Euro monatlich beträgt die Gebühr beim Master-Studiengang. Daneben wird für FH-Absolventen der Master of Business Administeration und für Absolventen aus angewandten Sozialwissenschaften (etwa Sozialpädagogen) ein Master of Arts angeboten. Kostenpunkt hier: 12 900 Euro. "Für eine private FH sind wir sehr günstig", sagt Werner und verweist dezent auf den Gebührensatz etwa der "Munich Business School".<BR><BR>Doch der Preis soll nicht das einzige Kriterium für die Einschreibung sein. Die FH setzt auf so genanntes "Blended Learning" mit 14 Kurstypen. Präsenzseminare (sechs Mal im Jahr je eine Woche) umfassen dabei nur 40 Prozent des Veranstaltungsvolumens. Vieles passiert "online": Es gibt virtuelle Seminare, Online-Vorlesungen und -Exkursionen. Im Angebot sind aber auch Lern-DVD's, die die Erdinger FH selbst produziert - sie schickt dazu Kamerateams zu Wirtschafts-Professoren, deren Vorlesungen für die Erdinger Studenten von Nutzen sind. Beim Studienangebot füllt die FH bewusst Lücken. Sportmanagement zum Beispiel gibt es in Deutschland nur an zwei anderen FH's. Der Studiengang eignet sich etwa für künftige Betreiber von Fitness-Anlagen oder Golfclubs, aber auch für Spitzensportler, die für ein herkömmliches Studium gar keine Zeit haben und die sich dann vielleicht um Mittternacht in den virtuellen Studiengang einlinken. Wirtschaftspädagogik ist ebenfalls eine Seltenheit - Werner rechnet damit, dass hier vor allem Studenten kommen, die sich für das Berufsfeld "Bildungseinrichtungen" interessieren.<BR><BR>Mit vier Professoren und ebenso vielen wissenschaftlichen Mitarbeitern wird der Lehrkörper anfangs noch recht überschaubar sein, gibt Werner zu. Dafür würden die Studenten aber intensiv "gecoacht". Nach und nach will die FH wachsen, auf maximal 200 Studenten. Und prominente Dozenten will Werner auch anwerben. Uli Hoeneß etwa im Studiengang Sportmanagement - das wäre was, schwärmt er.</P><P><BR> Die FH im Internet: www.my-fham.de </P>

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