Fernsehen am Badesee

- Am Sonntagabend kann man noch beim "Tatort" mitfiebern, doch am Montag, den 30. Mai, ist endgültig Schluss mit dem gewohnten Fernsehempfang über Antenne. Wer bis dahin keinen DVB-T Empfänger zwischen Fernseher und Antennenanschluss geschaltet hat, schaut in die Röhre. Das digitalterrestrische Fernsehen (DVB-T) hält Einzug in den Regionen München / Südbayern und im Raum Nürnberg - die analoge Ausstrahlung wird eingestellt. Betroffen von der Umschaltung sind nur Haushalte, die ihr Programm über Antenne empfangen haben.

Für diejenigen, die über Kabel oder Satellitenschüssel schauen, ändert sich vorerst nichts. Laut Umweltministerium gibt es gute Gründe für die Umstellung von analogem auf digitales Fernsehen. Die Zahl der ausgestrahlten Programme lässt sich danach beim herkömmlichen Antennenfernsehen nicht erweitern und auch der analoge Empfang via Antenne ist nicht immer und überall störungsfrei. Nach der Umstellung auf DVB-T kann man künftig 24 statt wie bisher bis zu 10 TV-Programme und Datendienste in besserer Ton-und Bildqualität empfangen. Neben dem digitalen Antennenfernsehen bleibt der Übertragungsweg über Kabel oder Satellitenschüssel weiter bestehen. <BR><BR>Günstiger als Kabelfernsehen <BR><BR>Was sind nun die Vor- und Nachteile der einzelnen Übertragungswege? Das digitale Antennenfernsehen bietet eine größere Programmvielfalt, eine bessere Bild- und Tonqualität, sowie die Möglichkeit, dass man überall im Kernbereich der Ausstrahlung fernsehen kann - auch im Garten oder am Badesee. Wer diese Vorteile von DVB-T nutzen will, muss für jedes TV-Gerät im Haushalt einen DVB-T Empfänger, eine so genannte Set-Top-Box, anschaffen. Will man einen Film auf Video aufnehmen und parallel ein anderes Programm ansehen, muss man auch für den Videorekorder einen eigenen Empfänger anschaffen. Hinzu kommt, dass man eventuell Komponenten der Dachantenne austauschen und sie neu ausrichten muss. Dafür ist das DVB-T günstiger als Kabelfernsehen: außer Rundfunkgebühren fallen keine zusätzlichen laufenden Kosten an. Wer beim Fernsehen Wert auf fremdsprachige TV-Programme legt, ist mit Kabel und Satellit besser beraten, und auch die Nutzung von Pay-TV-Sendern wie Premiere wird mit DVB-T nicht möglich sein, da zu wenige Kanäle zur Verfügung stehen. <BR><BR>Um die Umstellung auf das digitale Fernsehen reibungslos zu gestalten, haben das Umweltministerium und die Verbraucherzentrale Bayern einige Initiativen gestartet, um die betroffenen Bürger zu informieren. www.bayern.ueberallfernsehen.de klärt über die neue Technik auf. Für konkrete Fragen hat das Ministerium ein Info-Telefon eingerichtet (s. unten). Sehr informativ ist das Web-Special der der Verbraucherzentrale Bayern zu DVB-T auf www.verbraucherzentrale-bayern.de. Hier lässt sich auf Karten nachvollziehen, wie weit die DVB-T Empfangsgebiete in Bayern reichen und wo man jeweils mit Zimmer-, Stab- oder Dachantenne Empfang hat. Die Verbraucherschützer informieren über technische und finanzielle Aspekte des digitalen Antennenfernsehens und geben Tipps zur Umstellung. Auch die Verbraucherzentrale hat eine DVB-T- Hotline eingerichtet, bei der vom 23. Mai bis zum 5. Juni 2005 jeweils von 10-18 Uhr beraten wird (s. unten). Hilfe bieten auch die lokalen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Bayern an. <BR><BR>Internet:<BR>www.bayern.ueberallfernsehen.de <BR>www.verbraucherzentrale-bayern.de <BR><BR>Hotlines: 018 05 /31 05 05 (Umweltministerium), 0 18 05 /10 72 22 (Verbraucherzentrale) 

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