Die wichtigsten Fragen und Antworten

Filme und Serien aus dem Internet: So geht's

München - Wer sich ein Kino-Erlebnis im eigenen Wohnzimmer wünscht, muss schon lange nicht mehr DVDs oder gar Videokassetten kaufen oder ausleihen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Onlinevideotheken holen die Filme gegen Gebühr aus dem Internet nach Hause, auch TV-Serien sind so erhältlich. Zusatzgeräte für den Fernseher wie der kürzlich in Deutschland auf den Markt gekommene Chromecast-Stick von Google erleichtern die Sache zusätzlich. Einsteiger müssen ihre technische Ausstattung prüfen und sich fragen, ob sie Viel- oder Wenigseher sind.

Filme und Serien online schauen: So geht's

Wo finde ich Filme und Serien im Internet?

Die Fernsehsender machen viele ihrer Inhalte kostenlos in Mediatheken verfügbar. Außerdem lassen sich Filme und Serien bei verschiedenen Anbietern kaufen, herunterladen und dauerhaft speichern. Der klassischen Videothek am nächsten kommen Portale für Video on Demand (etwa: Video auf Abruf). Wer sich für ein Portal entschieden hat, muss sich dort anmelden und kann anschließend Filme oder Serien aussuchen und gegen eine Gebühr "leihen".

Auf einen geliehenen Film kann je nach Plattform unterschiedlich lange zugegriffen werden, meist 24 bis 48 Stunden lang, und er kann währenddessen auch mehrmals abgespielt werden. Dabei ist es in der Regel aber nicht möglich, den Film auf dem eigenen Computer zu speichern.

Muss ich für jeden Film einzeln bezahlen?

Das kommt darauf an. In der Regel bieten die Plattformen neben der Möglichkeit, für jede einzelne Ausleihe zu bezahlen, Monatspauschalen an. Meist gilt: je höher die Pauschale, desto mehr Inhalte können im Monat angesehen werden - bis hin zum unbegrenzten Zugriff. Die Preise sowohl für einen Einzelfilm als auch für eine Pauschale variieren zwischen den verschiedenen Anbietern teils erheblich. Jeder Nutzer sollte daher durchrechnen, was für ihn und seine Sehgewohnheiten die günstigste Variante ist.

Wie viele verschiedene Filme sind verfügbar?

Auch das variiert von Plattform zu Plattform. Das Angebot reicht von mehreren hundert bis zu mehreren zehntausend Titeln. Manche Portale bieten besonders viele aktuelle Filme an, andere haben zahlreiche Klassiker verfügbar. Eher selten sind Produktionen mit Untertiteln oder in der ausländischen Originalversion zu finden. Es ist deshalb ratsam, vor der Entscheidung für ein Portal die Angebote genau unter die Lupe zu nehmen.

Welche technischen Voraussetzungen brauche ich?

Von zentraler Bedeutung ist ein schneller Internetanschluss. Für Filme in Standardqualität reicht laut Experten eine Geschwindigkeit von zwei Megabit pro Sekunde, für hoch auflösende Filme (HD-Filme) sind - neben einem HD-fähigen Bildschirm - sechs bis 16 Megabit nötig. Auf Computern muss meist Windows laufen, teils können auch Mac-Rechner genutzt werden. Linux ist häufig ausgeschlossen. Auch von Smartphones und Tabletrechnern sind manche Plattformen nur unter einem bestimmten Betriebssystem erreichbar.

Und wenn ich die Filme lieber auf dem Fernseher sehen will?

Mit dem richtigen Kabel kann der Fernseher mit dem Computer verbunden werden, sodass der abgespielte Film dort angezeigt wird. Außerdem kann, wer ein Smart-TV hat, direkt damit ins Internet gehen. Daneben ermöglichen eine Reihe von kleinen Geräten wie die Box Apple TV oder der Chromecast-Stick von Google, Internet-Inhalte auf einem Fernseher ohne Internetanschluss abzuspielen. Sie werden meist über die HDMI-Schnittstelle an den Fernseher angeschlossen. Hier ist zu beachten, dass sich nicht alle Onlinevideotheken mit allen Zusatzgeräten nutzen lassen.

Bieten die Onlinevideotheken dieselbe Qualität wie Filme auf DVD?

Nein. Tests unter anderem von der Stiftung Warentest haben ergeben, dass die Bildqualität beim Streamen von Filmen aus dem Internet schlechter ist, als wenn von DVD oder Bluray abgespielt wird.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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