60 findige "Jugend-forscht"-Köpfe

- Erfahrungsaustausch und spannende Besuche bei Münchner Wissenschaftlern waren angesagt bei den rund 60 ehemaligen Teilnehmern des Wettbewerbs "Jugend forscht", die sich vier Tage lang bei dem Kongress des Vereins "juForum" getroffen haben. Bei der jährlichen Veranstaltung von "juForum" tauschen die Teilnehmer, die nun meist Studenten sind, Erfahrungen aus, schaffen sich Netzwerke und informieren sich über Studienmöglichkeiten und -alternativen.

<P>Für Michael Predeschly fing alles damit an, dass er noch als Schüler im Fernsehen eine Jacobs-Krönung- Werbung gesehen hatte. In Experimenten konnte er zeigen, dass der Tropfen, der aus dem heißen Kaffee auftaucht, aus genau demselben Material wie der Tropfen, der kurz zuvor hineingefallen ist, besteht. Seit ihn damals diese Frage beschäftigt hat, ist er dem "Jugend forscht" - Wettbewerb verfallen und hat immer wieder daran teilgenommen. Nun gehört der Informatik- Student zu den ehemaligen Jungforschern, die mittlerweile meist Studenten sind und sich in dem Verein "juForum" organisiert haben. </P><P>"Mit "juForum" wollen wir ein Netzwerk aufbauen, das allen ehemaligen "Jugend forscht"-Teilnehmern die Möglichkeit bietet, Erfahrungen zu sammeln, sich Netzwerke aufzubauen und direkt mit Naturwissenschaftlern aus der ganzen Bundesrepublik in Kontakt zu kommen", erklärt Philipp Spangenberg, einer der Organisatoren, der in Garching an der TUM Maschinenbau studiert. Seit sechs Jahren organisiert der Verein in wechselnden deutschen Städten ein Treffen seiner Mitglieder. In Heidelberg und Bremen war man zum Beispiel schon zu Gast. Jetzt war München an der Reihe. </P><P>Organisiert werden die Treffen von Studenten, die in den Städten auch selbst an die Unis gehen. Jeder Teilnehmer muss Anreise und Übernachtung selber zahlen. Gewohnt wird preisgünstig in Jugendhäusern. "Jeder Wissbegierige, der einmal beim Jugend forscht- Wettbewerb dabei war, kann an unserem Forum teilnehmen", sagt Spangenberg. In der bayerischen Landeshauptstadt besuchten die Teilnehmer vor allem die Institute auf dem Campus Garching, wie das Zentralinstitut für Medizintechnik (ZIMT) der TU, das Max- Planck-Institut für Plasmaphysik oder das European Southern Observatory. </P><P>"Durch das "juForum" kann ich mich hier sehr gut informieren, was ich später vielleicht einmal studieren möchte", sagt Heiko Engelke, der mit 17 Jahren der jüngste Teilnehmer ist und extra aus Homburg angereist ist. Der Kollegstufen-Schüler hat sich bereits mit astronomischen Fragen beim Wettbewerb beschäftigt. Doch die zahlreichen Besuche in den Forschungseinrichtungen haben ihm schon so manche Themen gezeigt, die er ebenso spannend findet. "Im nächsten Jahr wollen wir uns in Hamburg treffen und uns dort die Airbus-Werke anschauen", sagt Philipp Spangenberg. "Aber auch das Elektronen Synchrotron DESY wäre beeindruckend." </P><P>Info im Internet unter > www.juforum.de</P>

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