Fliegendes Labor kurz vor dem Ziel

- Die europäische Marssonde, die mit einem neuen Ionenantrieb auf dem Weg zum Roten Planeten ist, hat leichte Energieprobleme. "Wir haben nur rund 70 Prozent der geplanten Energie zur Verfügung, wir können aber bei diesem Flugprogramm trotzdem gut damit leben", erklärte kürzlich der Leiter des Mars-Projekts beim internationalen Technologie Forum 2003 des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS (European Aeronautic Defence and Space Company) in Paris.

<P>Vom europäischen Raumfahrtkonzern Astrium, der zur EADS gehört (deutsche Standorte: München-Ottobrunn, Friedrichshafen und Lampoldshausen) ist Europas erste Marssonde, die "Mars Express", entwickelt und gebaut worden. <BR><BR>Am 2. Juni dieses Jahres war sie vom Raumfahrtzentrum Baikonur in Kasachstan mit einer russischen Sojus-Fregat-Trägerrakete ins All befördert worden, um eine rund 250 Millionen Kilometer weite Reise zum Roten Planeten zu absolvieren.<BR><BR>Auf dem Mars wollen Europas Planetenforscher nach Wasser und Lebensspuren suchen. Stars der 1223 kg leichten Sonde aus deutscher Sicht (an ihnen hat auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entscheidenden Anteil), sind die Hochleistungs-Stereokamera HRSC (High Resolution Stereo Camera), die auf dem Express in einer Umlaufbahn um den Mars den Planeten von allen Seiten dreidimensional ablichten soll und Beagle 2, das fliegende Labor. Es wird wenn alles wie geplant verläuft - auf dem Mars landen und mit dem Bohrer PLUTO (Planetary Underground Tool) Proben aus dem Boden entnehmen, sie gleich analysieren und die Daten an den Express schicken, der sie weiter zur Erde sendet. <BR><BR>Am 19. Dezember wird der Mars Express am Roten Planeten erwartet. Dann soll Beagle 2 an einem Fallschirm zum Marsboden sinken, und die Muttersonde beginnt am zweiten Weihnachtstag mit ihrer Marsumrundung.<BR><BR> Astrium hat übrigens nicht nur die Mars-Sonde in seiner Verantwortung, es baut für die Europäer auch die Venus-Sonde, die im November 2005 starten und erstmals die Atmosphäre des heißesten Planeten auf ihre Zusammensetzung untersuchen soll. </P><P><BR> </P>

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