Flirten und Fernsehen

- Im letzten Jahr ist nach einigen Verzögerungen endlich das UMTS-Netz an den Start gegangen, doch die erwartete massenhafte Nachfrage nach UMTS-Handys blieb bislang aus. Jetzt soll das schnelle Mobilfunknetz noch schneller werden und damit Multimedia-Anwendungen auf dem Handy noch attraktiver machen. Verstärkte Werbung für Multimedia-Anwendungen HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) lautet das Zauberwort und das Kürzel für eine neue Beschleunigungs-Technologie, mit der Multimedia-Daten noch schneller übertragen werden können. Bis Anfang 2006 soll das deutsche UMTS-Netz damit vollständig aufgerüstet werden.

<P>Die Betreiber der großen Mobilfunknetze, die ja nicht unwesentlich in UMTS investiert haben, rühren schon jetzt kräftig die Werbetrommel für die neuen interaktiven Multimedia-Anwendungen, die UMTS endlich zum lange erhofften Boom verhelfen sollen. Telefonieren und dabei auch noch sehen und gesehen werden, ist mit Videotelefonie kein Problem mehr. Während man mit einem Gesprächspartner telefoniert, werden gleichzeitig bewegte Bilder von ihm übertragen oder man kann mit dem Handy-Kameraauge auch Bilder seiner Umgebung während des Telefonats übermitteln. <BR><BR>Voraussetzung für das mobile Bildtelefon ist natürlich, dass nicht nur man selbst, sondern auch der angewählte Gesprächspartner ein UMTS-Handy besitzt, das Videotelefonie unterstützt. Man sollte darauf achten, dass das Handy Lautsprecher hat, denn sonst kann man Videotelefonie nur mit einem Headset nutzen. Bei T-Mobile gibt es bereits geeignete Handys im Angebot und bis Ende März kann man im D1 die Videotelefonie sogar kostenlos ausprobieren. Später liegen die Tarife für Videotelefonate bei 0,80 Euro innerhalb des D1-Netzes und bei 1,20 Euro pro Minute bei Telefonaten in andere Netze.<BR> <BR>Spezialpakete sollen Einsteiger locken <BR><BR>Vodafone hat seit kurzem eine ganze Reihe neuer UMTS-Handys im Angebot, die alle Videotelefonie unterstützen. Das Motorola E1000 kostet 49,90 Euro, das V980 UMTS gibt es sogar für einen Euro. Um UMTS für möglichst viele Handy-Telefonierer attraktiv zu machen, gibt es bei Vodafone ein UMTS-Spezialpaket, mit dem man bis 15. April. 2005 Videotelefonie zum Tarif von Ortsgesprächen nutzen kann. Danach werden die Tarife für Video- Telefonate denen von T-Mobile entsprechen. <BR><BR>Der zweite große Lockvogel für UMTS ist das Fernsehen auf dem Handy. Im vergangenen Jahr wurden auf der CeBIT erste Studien und Prototypen vorgestellt und mittlerweile macht das neue Multimedia-Kind bereits seine ersten Schritte. Bei Vodafone gibt es schon einen eigenen Dienst, mit dem man sich das Fernsehen auf das Handy-Display holen kann. Neben Sendungen von Musik- und Nachrichtenkanälen konnte man Anfang März zum Beispiel die Wok-WM mit Stefan Raab am Handy verfolgen oder im Januar eine Liebeskomödie des Privatsenders RTL.<BR><BR>Damit Fernsehen am Handy auch richtig Spaß macht, reicht eine schnelle Datenübertragung alleine nicht aus. Auf der CeBIT 2005 haben deshalb einige Handy-Hersteller Studien und Prototypen mit Stereolautsprechern und TV-Tuner präsentiert. Was diese neuen Super-Handys kosten werden, steht allerdings noch nicht fest. Vermutlich werden auch künftig die Kosten darüber entscheiden, ob UMTS durch die neuen Multimedia-Anwendungen ein Renner wird. Denn wer einmal für den Telefon-Flirt mit bewegtem Bild tief in die Tasche gegriffen hat, der wird das nächste Mal wahrscheinlich wieder lieber eine SMS schicken. </P><P>www.t-mobile.de  www.vodafone.de </P>

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