Mit Flugblättern für mehr Mitbestimmung

- Mit Protest gegen Studiengebühren und der Forderung nach mehr Mitbestimmung begleitet der AStA der Ludwig- Maximilians-Universität die heutige Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht über das Hochschulrahmengesetz. In einer Resolution sprechen sich die Studenten unter anderem "gegen die Umstrukturierung von Hochschulen zu Unternehmen auf dem Wissensmarkt" aus.

<P>Die Studentenvertreter der Technischen Universität dagegen beteiligen sich bewusst nicht an den Aktionen. Gebühren "lösen kein einziges der derzeitigen Probleme sondern verschärfen die Krise des Bildungssystems", so die Resolution, die außer von rund 400 Münchner Studenten an 40 weiteren Hochschulen in ganz Deutschland verabschiedet wurde. </P><P>"Wir werden vor allem vor den Uni-Gebäuden Flyer und Info- Material verteilen, weil viele immer noch zu wenig über das Thema Gebühren wissen", erklärt Daniel Fritsch vom LMU-AStA. Auch der Forderung nach einer "Verfassten Studierendenschaft" wollen die Studentenvertreter Ausdruck verleihen. "Wir wollen uns selbst verwalten dürfen und Finanzhoheit bekommen", so AStA-Sprecher Alexander Nawrath. </P><P>Nach dem derzeitigen Modell seien die Studenten in den Hochschul-Gremien "in der absoluten Minderheit", kritisiert er. "Außerdem plant die Staatsregierung, unsere Mitbestimmung noch mehr einzuschränken", warnt Nawrath. Deshalb gelte es, angesichts der Verhandlung in Karlsruhe "Präsenz zu zeigen". Allerdings ist die Münchner Studentenschaft in ihrer Haltung zu diesen Themen gespalten. "Ich finde es unpassend, zum jetzigen Zeitpunkt diese Aktion zu starten", sagt etwa Björn Klotzbücher vom Fachschaftenrat der Technischen Universität (TUM). </P><P>Die verabschiedete Resolution sei "zu pauschal, als dass wir sie mittragen können". Statt einem grundsätzlichen Nein zu Bildungsbeiträgen gebe es an der TUM "verschiedene Meinungen". Die Studentenvertretung der Hochschule habe sich deshalb dazu entschieden, zum heutigen Tag keine Protestaktionen zu veranstalten. Was die Vertretung studentischer Interessen anbelangt, stößt Klotzbücher jedoch in dasselbe Horn wie seine LMU-Kollegen: "Nicht nur für die Hochschulen, auch für die Verfasste Studierendenschaft sollte es mehr Autonomie geben." Die Studenten sollten "selbst darüber entscheiden können, wie sie sich organisieren."</P>

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