Forscher klären die Rolle eines Brustkrebs-Gens

- Krebsforscher in den USA haben die natürliche Funktion des Brustkrebsgens BRCA-1 herausgefunden. Das Gen BRCA-1 habe in seiner intakten Version bei der Kontrolle der Zellteilung eine wichtige Aufgabe, berichtet die Forschergruppe um Rui-Hong Wang von den US-Gesundheitsbehörden (NIH) in Bethesda (US-Staat Maryland).

<P>Bereits seit längerer Zeit kennt man in der Krebsmedizin die Gene BRCA-1, BRCA-2 und nun auch BRCA-3, die ein familiäres Krebsrisiko bedeuten, wenn sie defekt sind (BRCA ist im Englischen die Abkürzung für Breast Cancer Associated Gene). Trägerinnen von Veränderungen (Mutationen) der Brustkrebsgene BRCA-1 und BRCA-2 haben jeweils ein um 85 Prozent erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.<BR><BR>Bei Männern mit diesem Gendefekt ist nach neuen Studien das Risiko, an einem Prostakarzinom zu erkranken, dreifach und an einem Darmkrebs zu erkranken vierfach erhöht. Die Risikoerhöhung von BRCA-3 ist noch nicht ausreichend erforscht.</P><P>Rund 46 000 Frauen erkranken in Deutschland pro Jahr neu an Brustkrebs. 19 000 sterben daran - mehr als an jeder anderen Krebsart. Mediziner gehen davon aus, dass etwa fünf bis zehn Prozent aller Brustkrebserkrankungen eine erbliche Ursache haben.</P><P>Die US-amerikanischen Forscher haben mit Mäusezellen experimentiert, in denen das BRCA-1-Gen komplett fehlt - und damit eine besonders schwerwiegende Mutation nachgebildet. In der Kultur zeigten sich daraufhin große Probleme bei der Zellteilung: Ohne BRCA-1 konnte die Zelle einige andere dafür nötige Erbanlagen nicht mehr aktivieren, schrieben die Forscher in den "Proceedings" der Amerikanischen Akademie der Wissenschaften.<BR>In der Konsequenz aktiviert die Zelle ein Protein namens p53 und treibt sich auf diese Weise in den kontrollierten Selbstmord.<BR><BR>Das Team um Wang berichtet, dass der BRCA-1-Zellzyklus dafür sorgt, dass nur dann zwei Tochterzellen entstehen, wenn sich die Erbsubstanz DNA in der Zelle korrekt verdoppelt hat. Ist dies nicht der Fall, bringt die Zelle sich lieber um, als sich zu teilen. So wird keine schadhafte DNA an die Nachkommen weitergegeben.<BR></P><P><BR> </P>

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