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Forscher warnt vor Folgen der Meereserwärmung

- Kiel - Die Folgen der Erwärmung der Meere werden aus Sicht des Kieler Klimaforschers Prof. Mojib Latif häufig unterschätzt. Der Meeresspiegel sei in den vergangenen 100 Jahren um 20 Zentimeter gestiegen und die Hälfte des Anstiegs sei allein auf die Erwärmung zurückzuführen.

"Jeder Körper, der sich erwärmt, dehnt sich aus", sagte der Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel (IFM-GEOMAR) am Dienstag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Künftig wird sich diese Entwicklung aus seiner Sicht noch verstärken - mit dramatischen Folgen für die Menschen. Sturmfluten, Tsunamis oder Hurrikans könnten noch schlimmere Folgen haben als bisher.

Ganze Landstriche könnten überschwemmt werden, sagte Latif. "Schlimm ist es aber insbesondere, wenn noch andere Ereignisse hinzukommen. Überlegen Sie mal, welche Folgen es hat, wenn ein Tsunami einen Meter höher ist. Das gleiche gilt für die Hurrikans. Allein, dass der Meeresspiegel einen Meter höher ist, bedeutet schon eine gigantische Zunahme des Schadenpotenzials." Auch die Menschen an den deutschen Küsten seien von den Folgen betroffen. "Jede Sturmflut wird entsprechend höher auflaufen", sagte Latif.

Bis zum Jahr 2100 könne allein durch die thermische Expansion - die Ausdehnung der Meere durch ihre Erwärmung - der Wasserspiegel um bis zu 80 Zentimeter steigen. Zusätzlich werde das Schmelzen des Eises an den Polen einen Anstieg in der gleichen Größenordnung bewirken, sagte der Klimaforscher.

Langfristig verschärft die Meereserwärmung aus Latifs Sicht auch die Klimaprobleme. Bisher nähmen die Meere rund 30 Prozent des ausgestoßenen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) auf. "In dem Maße, in dem sich die Meere erwärmen, nimmt die Fähigkeit, CO2 aufzunehmen ab. Da fachen wir den Treibhauseffekt an", sagte Latif.

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