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Dank einer Privatspende könne die Ausgrabungen des antiken Troja im kommenden Jahr fortgesetzt werden.

Forscher wollen Ausgrabungen in Troja doch fortsetzen

Mannheim - Die finanziell gefährdeten Ausgrabungen in der legendären antiken Stadt Troja in der heutigen Westtürkei werden voraussichtlich doch fortgesetzt. Dank einer großzügigen Privatspende könnten die Archäologen ihre Grabungen im kommenden Jahr fortsetzen.

Hoffnung für Archäologen in Troja: Die finanziell gefährdeten Ausgrabungen in der legendären antiken Stadt Troja in der heutigen Westtürkei werden voraussichtlich doch fortgesetzt. Der Grabungsleiter, der Tübinger Professor Ernst Pernicka, sagte am Dienstag in Mannheim, mit Hilfe einer kürzlich eingegangenen großzügigen Privatspende könnten die Archäologen ihre Arbeit im kommenden Jahr fortsetzen. Im vergangenen Sommer hatte es noch geheißen, die Ausgrabungen müssten nach gut 20 Jahren aufgrund der auslaufenden Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) beendet werden. Pernicka kündigte an, den Verlauf eines Wehrgrabens durch Bohrungen und einen Grabungsschnitt weiter zu untersuchen.

Außerdem wollen die Forscher die Geländeoberfläche in und um Troja mit einem speziellen Laser-Messgerät aus der Luft genauer als bisher aufzeichnen. Das "Airborn Laserscanning" ermöglicht es, auch kleinste Erhebungen und Vertiefungen zu erfassen, die oft durch die Vegetation verdeckt werden. Mit den Messdaten hofft Pernicka auch ein detailliertes virtuelles Modell Trojas zu bekommen. Dieses könnte den Besuchern in dem geplanten Museum die Lage und den Aufbau der Stadt plastisch zeigen.

Das Epos "Ilias" des Dichters Homer über die Eroberung Trojas durch die Griechen gilt als älteste Dichtung des Abendlandes. Seit der Wiederentdeckung der alten Stätte im 19. Jahrhundert versuchten Hunderte Forscher, die Geheimnisse der Stadt zu lüften.

dpa

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