Forschertreffen in München

- München - Im Zeichen von Bits und Bytes beginnt an diesem Samstag der Wissenschaftssommer in München. Besucher können die Einsatzgebiete der Informatik in Wissenschaft und Alltag kennen lernen: Blitzrechner, Gedankenleser und Rückwärtssprecher mit kaum noch messbarem IQ zeigen zum Auftakt ihr Können, teilten die Veranstalter mit.

Zugleich beginnt in München das Euroscience Open Forum (ESOF - bis 19. Juli), eine Plattform für Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen. Offiziell eröffnet werden das Forum und der Wissenschaftssommer von Bundespräsident Horst Köhler und Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU).

Zu der größten europäischen interdisziplinären Wissenschaftskonferenz ESOF werden rund 2500 Fachleute erwartet, unter ihnen mehrere Nobelpreisträger. Die Experten wollen sich in Vorträgen, Seminaren und Workshops mit sieben Schwerpunktthemen befassen, dazu gehören unter anderem der Umgang mit Katastrophen und mit der Umwelt. Einige Wissenschaftler bei ESOF werden ihre Beiträge beim Wissenschaftssommer (bis 21. Juli) vorstellen, der Höhepunkt des für 2006 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgerufenen Informatikjahres sein soll.

Herzstück ist eine 1500 Quadratmeter große Ausstellung: Rund 40 Wissens- und Experimentierstände laden bei dem "Jahrmarkt der Wissenschaften" zum Ausprobieren ein. Am Stand der Deutschen Forschungsgemeinschaft zeigen Fußballroboter in Menschengestalt, wie sie eigenständig den Ball finden, kicken und nach einem Foul ohne Hilfe wieder aufstehen. In einem Schülerlabor kann getestet werden, wie sich ein Schokokuss im Vakuum verhält. Außerdem wird die Entwicklung des Computers dargestellt.

Begründer des ESOF ist die Organisation Euroscience, eine 1979 ins Leben gerufene europäischen Wissenschaftorganisation mit mehr als 2000 Mitgliedern in 40 Ländern.

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