+
Beim Herunterladen und Installieren von Software sollten Nutzer wachsam sein, um ungebetene Programme von ihrem Rechner fernzuhalten. Foto: Franziska Gabbert

Freeware kommt am besten direkt vom Entwickler

Freeware hat manchmal doch ihren Preis. Denn Seiten oder Portale, die die Programme zum Download anbieten, versuchen oft, dem Nutzer zusätzlich unerwünschte Programme unterzuschieben.

Berlin (dpa/tmn) - Wenn es um Freeware und ihre Installation geht, müssen Computernutzer besonders wachsam sein. Denn viele Seiten und Downloadportale arbeiten mit unsauberen Methoden.

Viele Portale schicken zwar die gewünschte Freeware auf den Rechner. Diese kann aber quasi Huckepack ungewollte Programme einschleusen, warnt das "PC Magazin" (Ausgabe 7/15). Die wichtigste Verhaltensregel, um das zu vermeiden, ist, die Freeware nicht irgendwo herunterzuladen. Idealerweise holt man sie sich direkt von der Seite des Entwicklers, der den Experten zufolge mit hoher Wahrscheinlichkeit keine sogenannte Malware oder Adware verlinken wird. Bei Schwierigkeiten, die offizielle Entwicklerseite zu finden, kann ein Blick in die Wikipedia hilfreich sein.

Wenn es doch einmal nicht ohne Downloadportal geht, sollte man sich nicht von falschen Download-Buttons in die Irre - sprich auf Werbeseiten - leiten lassen. Denn nur ein Button ist der richtige und ruft den Download wirklich auf. Hier raten die Experten, vor dem Klick mit dem Mauszeiger über die Buttons zu fahren: Beim sogenannten Mouse-over erscheint dann unten links im Browser die Adresse, die geöffnet werden soll. Bei der richtigen Download-Adresse handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Unterseite des Downloadportals, oder die Adresse trägt zumindest den Namen des gewünschten Programms in der Adresse.

Sogenannte Installer sollte man möglichst ganz vermeiden, raten die Experten: Manche Portale fordern den Nutzer auf, erst einmal ein solches Programm zu installieren, um die gewünschte Freeware herunterladen zu können. Der einzige Grund dafür ist meist, dass der Installer unerwünschte Software wie Toolbars, halbgare Sicherheitsprogramme, Demos oder Adware auf dem Rechner installieren kann, warnen die Experten. Wirklich schädlich seien diese selten, aber es ist lästig, sie wieder loszuwerden. Beim Entfernen von Malware helfen Programme wie Spybot Search & Destroy.

Egal, ob direkt vom Entwickler oder von Dritten heruntergeladen: Programme aus dem Netz sollten vor dem Installieren noch einmal auf Schadsoftware untersucht werden. Wer gerade keinen Virenscanner zur Hand hat oder ganz sicher gehen möchte, kann die Datei auch über die Internetseite www.virustotal.com/de scannen lassen.

Kommt es schließlich zur Installation der Freeware, gilt es, sich nicht blind durchs Set-up zu klicken. Besser liest man die Anweisungen und Einwilligungen gründlich und wählt statt der automatischen Installationsart, die oft auch als "empfohlene" bezeichnet wird, in jedem Fall die manuelle. Denn dort verstecken sich den Angaben zufolge oft die Einwilligungen für ungewollte Software. Oft muss man bereits gesetzte Haken entfernen oder angebotene Optionen an einer anderen als der vorausgewählten Stelle ankreuzen. Manchmal muss man auch ganz genau hinschauen, um zu erfassen, dass "Ablehnen"- oder "Zustimmen"-Buttons sich nicht auf das gewünschte Programm beziehen, sondern auf lästige Adware. Um welche Software es beim Set-up gerade tatsächlich geht, verrät meist ein Blick in die Titelzeile der angezeigten Nutzungsbedingungen.

Virustotal.com

Spybot Search & Destroy

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gamescom: Ein Blick auf Videospieler in Deutschland
In Köln trifft sich dieser Tage die Gamer-Szene. Sagt man. Doch ganz so leicht ist die Sache nicht. Die eine Szene gibt es längst nicht mehr, Videospiele sind aus der …
Gamescom: Ein Blick auf Videospieler in Deutschland
"Genesis Alpha One": Mit Klon-Labor auf Erkundungsfahrt
Auf der Suche nach einem neuen Planeten für die Menschheit erleben Spieler in "Genesis Alpha One" abwechslungsreiche Abenteuer. Das an sich bekannte Szenario wird als …
"Genesis Alpha One": Mit Klon-Labor auf Erkundungsfahrt
GAMESCOM: durchbuchstabiert, was sich in Köln abspielt
Zocken, Gucken, Kostümieren - zur Gamescom in Köln werden wieder Hunderttausende Spielefans erwartet. Ein Schwerpunkt ist in diesem Jahr der E-Sport, die Kanzlerin …
GAMESCOM: durchbuchstabiert, was sich in Köln abspielt
"Sparc" ist schweißtreibender Sport in virtueller Realität
Ein Highlight der Gamescom kommt vom isländischen Entwickler CCP Games und bringt virtuelle Realität und Sport zusammen. Bei "Sparc", einer absurden Mischung aus Tennis, …
"Sparc" ist schweißtreibender Sport in virtueller Realität

Kommentare