Weg frei für besseren Schutz vor teuren 190er-Nummern

- Berlin - Der Weg für einen besseren Schutz von Telefon- und Internetkunden vor überteuerten 0190er- und 0900er-Nummern ist frei. Der Bundestagswirtschaftsausschuss habe die Neuregelung am Mittwoch in Berlin einstimmig beschlossen, teilte der SPD-Abgeordnete Hubertus Heil mit. Die an diesem Donnerstag im Bundestag geplante Verabschiedung gilt damit als sicher. Die Koalition habe ihren Entwurf zuvor nochmals geändert, berichtete Heil. Die Unionsmehrheit im Bundesrat hatte den Entwurf zwar grundsätzlich begrüßt, ihn aber nicht für ausreichend befunden.

<P>Dabei geht es um eine Vielzahl verschiedener Bestimmungen. Unter anderem sollten Anrufe nach den ursprünglichen Plänen der Koalition künftig maximal drei Euro pro Minute kosten dürfen. Dies ist nach Angaben Heils jetzt auf zwei Euro pro Minute reduziert worden. Nach einer Stunde muss die Verbindung automatisch getrennt werden. Der Preis für die Nutzung der Nummer muss künftig angegeben werden, bevor Kosten für den Kunden entstehen. Jeder Nutzer soll bei der Regulierungsbehörde außerdem Namen und ladungsfähige Anschrift eines Anbieters erfragen können.</P><P>Zum neuen Schutz der Kunden gehört künftig auch: Internet-Seiten, die aufgeschaltet werden (so genannte Dialer), sind nicht nur von der Regulierungsbehörde zu genehmigen, sondern auch auf eine bestimmte Nummernfolge begrenzt. Verbraucher sollen solche Nummernkombinationen künftig gesondert sperren können. Dialer-Programme installieren sich oft vom Nutzer unbemerkt im Computer und nutzen zur Internet-Einwahl teure 0190er-Nummern.</P>

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