Freischalten und loslegen

- Das Internet ist längst fester Bestandteil vieler deutscher Haushalten: Rund 57 Prozent aller erwachsenen Deutschen verfügten im ersten Quartal 2004 über einen Internet-Zugang. Dabei sind die Deutschen in den letzten Jahren auch mutiger geworden, denn sie nutzen das Internet nicht mehr nur um sich zu informieren oder um Emails zu verschicken, sondern vermehrt auch um einzukaufen und Geldgeschäfte abzuwickeln.

<P>Von dieser Bereitschaft profitieren der Internet-Buchhändler Amazon und das Auktionshaus Ebay!, aber auch viele Banken. Etwa jeder zweite Deutsche mit Internetzugang nutzt das Netz heute auch, um seine Geschäfte via Online-Banking abzuwickeln.</P><P>Für das Online-Banking sprechen eine Reihe von Vorteilen. Der vielleicht Wichtigste ist, dass man nicht mehr an die Schalterstunden der Bankfilialen gebunden ist, um Überweisungen zu tätigen, Daueraufträge einzurichten oder seinen Kontostand abzurufen, denn für die Teilnehmer am Online-Banking hat die Bank sieben Tage 24 Stunden geöffnet.</P><P>Ein zweiter großer Vorteil sind attraktive Kostenersparnisse, mit denen die Banken ihr Online-Geschäft schmackhaft machen wollen: Bei vielen Banken sind die Kontoführung und die Nutzung der EC-Karte kostenlos, manche verzinsen das Guthaben auf dem Girokonto und die Gebühren für die Zusendung von Kontoauszügen fallen komplett weg.</P><P>Erst der Vertrag, dann die Freischaltung</P><P>Wer denkt, dass Online-Banking eine hoch komplizierte Angelegenheit für ausgefuchste Computerfachleute ist, liegt falsch, denn die Kontoverwaltung am PC ist wirklich einfach. Bevor man ins elektronische Bankgeschäft einsteigt, muss man sein Konto zuerst einmal für die Online-Nutzung freischalten lassen. Dafür muss man mit seiner Bankfiliale einen Online-Banking-Vertrag abschließen. Eine Ausnahme bilden die Direkt-Banken, die keine Filialen unterhalten und bei denen der Antrag gleich online eingereicht wird.</P><P>Bei einigen Banken erhält man bei Abschluß des Online-Banking-Vertrages auch gleich die kostenlose Software für die Bankgeschäfte am PC, doch bei den meisten Banken ist die Installation einer speziellen Software nicht mehr erforderlich. Nach dem Abschluss des Vertrages bekommt man von der Bank seine Identifizierungspapiere mit den persönlichen Zugangsdaten, der Zugangskennung, der sog. persönlichen Identifikationsnummer (PIN) und einer Liste mit Transaktionsnummern (TAN), für das Onlinekonto per Post zugeschickt. Erst nachdem man den Empfang schriftlich bei der Bank bestätigt hat, wird das Konto freigeschaltet.</P><P>Das Online-Banking selbst funktioniert sehr einfach. Vor jedem Zugang zu seinem Online-Konto muss man zuerst seine Zugangskennung und seine PIN-Nummer eingeben. Danach kann man seinen Kontostand abrufen, einen Dauerauftrag einrichten oder eine Überweisung tätigen. Jede Überweisung, die man online tätigt, muss man zusätzlich mit einer TAN-Nummer aus seiner persönlichen Liste bestätigen.</P><P>Dass trotz der einfachen Bedienung, der Bequemlichkeit und der Kostenvorteile immer noch starke Bedenken gegen das Online-Banking bestehen, liegt an der Angst der Bankkunden vor Sicherheitslücken im Internet. Um den Mißbrauch von Daten und Angriffe von Hackern auszuschalten, wird der gesamte Datenverkehr beim Online-Banking mit gesicherten Übertragungsverfahren wie SSL, oder SET verschlüsselt, und die Verwendung von PIN- und TAN-Nummern gibt zusätzliche Sicherheit.</P><P>Kunden sollen Daten sicher aufbewahren</P><P>Ganz ohne PIN und TANs kommt der neue Sicherheitsstandard Home Banking Computer Interface (HBCI) aus, der sich neben Verschlüsselungsmethoden auch der digitalen Signatur bedient. Welcher Sicherheitsstandard beim Online-Banking jeweils eingesetzt werden, erfährt man bei seiner Bank.</P><P>Doch auch die Online-Banking-Kunden sind aufgerufen, selbst zur Sicherung ihrer Daten beizutragen: Die persönlichen Zugangsdaten, PIN-Nummer und TANs sollten gut verwahrt und keinem Dritten zugänglich sein. Selbstverständlich sollte man auch regelmäßig sein Kennwort ändern und ebenso Sicherheitsupdates seines Betriebsystems installieren um mögliche Sicherheitslücken auf seinem PC zu schließen.  </P>

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