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Jeder Moment auf Video: Die Idee ist streitbar.

Überwachungsvideo als Souvenir verkauft

Wogegen Datenschützer demonstrieren, macht ein Freizeitpark zu barem Geld: Den Besuchern werden Überwachungsvideos als "persönlicher Urlaubsfilm" verkauft.

4,5 Millionen Kameras überwachen das öffentliche Leben in Großbritannien. Manche stört es, andere nicht. Für die letztere Gruppe hat der Freizeitpark Alton Towers in Staffordshire eine besondere Souveniridee. Man kann einen personalisierten Film von seinem Tag im Erlebnispark kaufen.

Am Eingang muss der Besucher ein Armband mit RFID-Chip kaufen. So kann man von den 36 Kameras im Park verfolgt werden. Mit diesem Material wird der Film dann zusammengeschnitten. Für die Aufnahme von einer Achterbahnfahrt zahlt man umgerechnet acht Euro.

Zwar werden die Daten laut den Betreibern der Alton Towers weggeschmissen, wenn ein Besucher den Film nicht kaufen will. Trotzdem zweifelt das Blog Boingboing an der Idee. Dort steht: "Ich wundere mich, dass sie dich für deine Überwachung zahlen lassen." Auch ist nicht klar, wieviel Filmmaterial auf der DVD tatsächlich den Besucher zeigt, denn viele Szenen wurden vorher mit Mitarbeitern aufgenommen, steht auf der Alton Towers Website.

Der Freizeitpark taucht übrigens immer wieder in den Medien auf. Wegen Denkmalschutzes durften die Betreiber eine Achterbahn nicht am gewünschten Platz bauen. Beim Abreißen einer älteren Bahn wurden unter der Konstruktion nicht nur Portmonees und Ringe gefunden, sondern Bein- und unglaublicherweise sogar eine Ohrprothese.

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