Schalkes Ex-Präsident Günter Eichberg gestorben

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Freude und Nervosität am ersten Uni-Tag

- Genau zehn Minuten nach zehn kommt Paz Carreras am Montagmorgen aus der U-Bahn-Station auf dem Garchinger TU-Campus. Vorbei am Forschungsreaktor FRM-II schlendert die Spanierin im Pulk mit anderen Studenten zum Physikhörsaal. Sie wirkt gelassen, doch der Schein trügt. "Ich bin schon etwas nervös", sagt sie.

Paz wird in fünf Minuten ihre erste Vorlesung auf Deutsch hören. "Einführung in die Festkörperphysik" steht auf dem Stundenplan der Austauschstudentin aus Barcelona. "Ich werde wohl kaum etwas verstehen, erst recht nicht, wenn der Professor Bayerisch spricht", sagt sie und lacht. Doch die Physikstudentin hat Glück: In leichtem Schweizer Akzent, aber gut verständlich gibt ihr Dozent einen Überblick über die Vorlesung. Kristallstrukturen, Thermische Bewegung in festen Körpern, Halbleiter und Magnetismus stehen auf dem Programm.

Paz Carreras gibt sich zufrieden: "Ich habe mehr verstanden als erwartet", sagt sie später. Und sollte doch einmal etwas unverständlich bleiben, wähnt sich Paz in guter Gesellschaft. Mit ihr sitzen sechs weitere Erasmus-Studenten aus dem Ausland auf den Hörsaalbänken.

Man kennt sich bereits: Quer durch den Hörsaal winkt Paz einer anderen Studentin zu; während der Vorlesung tuschelt sie immer wieder mit ihrem Sitznachbarn - nach zwei Wochen hat die Spanierin schon einige Bekanntschaften gemacht.

Etwas allein wirkt dagegen am Montagmorgen Emmanuel Kampitakis. Im Mathe-Vorkurs habe er zwar schon einige Kommilitonen kennengelernt, doch bei der Einführungsveranstaltung sitzt der Studienanfänger zwischen lauter unbekannten Gesichtern.

Einen blauen Zettel mit der Sitznummer musste er am Eingang ziehen. Und so sitzen die Erstsemester im überfüllten Hörsaal sortiert nach Fächern.

Links die Mathematiker, in der Mitte - rund um Emmanuel auf Platz 212 - die Physiker, rechts die Informatiker.

Nervös sei er nicht, sagt Kampitakis. "Ich freue mich eher, dass es jetzt losgeht." Ganz neu ist die Hörsaalatmosphäre für den gebürtigen Griechen ja auch nicht. In seiner Heimat, erzählt Emmanuel Kampitakis, sei er schon als Schüler manchmal in Physikvorlesungen gegangen.

Und neue Bekanntschaften werden sich mit der Zeit sicher auch ergeben. Vielleicht ja schon heute: Da treffen sich die Neuen mit ihren Tutoren erst zum Frühstück, bevor sie von den älteren Studenten auf eine Rallye über den Garchinger Campus geschickt werden.

Auf die eigentlichen Physik-Vorlesungen muss Emmanuel Kampitakis indes noch einen Tag warten. Sie starten am Mittwoch.

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