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Spektakel vor dem Gericht: Demonstranten und Journalisten vertreiben sich die Wartezeit.

Josef Fritzl gibt Teilschuld zu

Im Inzestfall von Amstetten hat der Angeklagte am ersten Prozesstag teilweise gestanden. Des Mordes und der Sklaverei sieht er sich nicht schuldig.

Seit Montag wird Josef Fritzl in Österreich der Prozess gemacht. Vor dem Landgericht St. Pölten muss sich der 73-Jährige in sechs Anklagepunkten rechtfertigen. Spätestens am Freitag soll das Urteil gesprochen werden.

Vom Prozessauftakt berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung in einem Video. Spiegel informiert über das Teilgeständnis. Der Prozess weckt ein riesiges Medienecho. 200 Journalisten sind nach St. Pölten gereist, berichten die Salzburger Nachrichten.

Die Verhandlungen werden jedoch größtenteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Warum das so ist und was die Geschworenen während des Prozesses erwarten wird, darauf wirft der WDR 5 in einem hörenswerten Beitrag einen Ausblick. Darin heißt es unter anderem, dass die Tochter des Angeklagten im Ermittlungsverfahren elf Stunden lang befragt worden war. Ihre auf Video aufgezeichnete Aussage soll den acht Geschworenen portionsweise vorgespielt werden. In dem Beitrag wird auch erklärt, warum Fritzl nur einige der Anklagepunkte zugab.

Sie, die Tochter, soll von ihrem Vater 24 Jahre lang eingesperrt worden sein. Dort habe er sie mehrfach missbraucht und mit ihr sieben Kinder gezeugt. Eine Chronologie ihres Leidenswegs gibt es bei Welt Online. Das Portal beschäftigt sich auch mit der Frage, wie Fritzl sich für seine Grausamkeiten rechtfertigen will. Der österreichische Kurier sprach mit Fritzls Anwalt, der den 73-Jährigen vor Gericht als liebevollen Familienvater darstellen will.

Vor dem Gericht sammeln sich Demonstranten, die auf die österreichische Regierung schimpfen. Mit dem Focus sprachen zwei österreichische Satiriker, die die Seelenlage ihrer Nation angesichts des Prozesses ergründen.

Doch die Nation ist nicht nur geschockt. Findige Geschäftsmänner schlagen Geld aus dem Andrang in Amstetten und St. Pölten. Gerissen oder Ekelhaft? - Die Süddeutsche berichtet.

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