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Provokant und ausverkauft: Hubsi Kramars Satire "Pension F.".

Fall Amstetten: Satire "Pension Fritzl" hat Premiere

Schon Monate vor der Premiere stand die Satire "Pension Fritzl" in der Kritik. Die heutige Premiere findet unter Polizeischutz statt.

Hubsi Kramar polarisiert: Der österreichische Theaterregisseur feiert am Montag, 23. Februar, die Premiere seiner Mediensatire "Pension F." - Thema ist der Fall Amstetten und die damit verbundene mediale Berichterstattung.

In der Vorbereitungsphase hieß das Stück noch "Pension Fritzl". Doch nach Protesten wurde der Name abgeändert. Hubsi Kramar will das Thema Inzest und den Fall Amstetten auf die Bühne bringen, aber auch die Rolle der Boulevardmedien. Das Stück sollte eine Mediensatire sein. Auf der Seite des Wiener 3raum-anatomiethaters wird es angekündigt mit dem Untertitel: "Eine Keller Soap. Im Keller unterm Teppich: Tiefer gehts nicht mehr. Einfach: Nieder-Österreich".

In einer Pressekonferenz hat der Regisseur sein Anliegen und die Ausrichtung seiner Satire erklärt. Vienna.at zeigt ein Video davon. Kramar sagt zu den anwesenden Journalisten: "Sie selbst sind die Autoren dieses Stückes." Im Interview mit der taz sagte er, die Boulevardmedien hätten den Regisseur so hingestellt, als wolle er die Fritzl-Opfer verhöhnen. 

Am heutigen Montag, 23. Februar, wird das Stück Premiere haben. Die Aufführung findet unter Polizeischutz statt. Schon im Vorfeld hatte es massenweise Proteste gehagelt, Vandalen rissen am Theater Plakate ab und verschmierten ein Türschloss mit Kleber. Eins hat der Regisseur mit dem provokativen Titel auf jeden Fall geschafft: Die Vorstellungen sind restlos ausverkauft.

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