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Selfie-Sticks sorgen für Aufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven. Foto: Britta Pedersen

Für Fotos mit "gewissem Charme": 5 Tipps zu Selfie-Sticks

Sie sind überall und besonders oft an touristischen Hotspots zu sehen: Selfie-Sticks sorgen für die besondere Perspektive beim Fotografieren mit dem Smartphone.

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Vor Selfie-Sticks gibt es aktuell kein Entkommen: Überall verrenken sich Menschen unter der Teleskopstange mit angebrachtem Smartphone. Sie knipsen sich meist selbst, mal mit anderen Leuten drauf, mal mit Sehenswürdigkeiten im Hintergrund. Fünf Fragen und Antworten zum leicht narzisstischen Foto-Hype.

Welches Gerät packe ich drauf?

"Die Selfie-Sticks sind in erster Linie für Smartphones gemacht", sagt Constanze Clauß vom Photoindustrie-Verband. Manche Produkte erlauben jedoch auch das Anbringen von Kompakt- und Actionkameras. Egal, was am Ende auf die Stange kommt: Es darf nicht zu schwer sein. Hersteller geben in der Regel ein Maximalgewicht an. "Darauf sollte man unbedingt achten, damit der Stick im Einsatz nicht bricht." Um sicherzustellen, dass das Smartphone gut auf der Halterung sitzt und nicht kippelt, probiert man den Stick am besten einmal im Laden aus, rät Clauß.

Wie bediene ich den Stick?

Die Sticks haben einen Auslöseknopf am Haltegriff. Manche Produkte haben auch eine Fernbedienung dabei. Die Smartphonekamera wird dann in der Regel über eine Bluetoothverbindung oder eine Kabelverbindung gesteuert. "Die Bedienung geht sehr intuitiv, technische Vorkenntnisse braucht man nicht", sagt Clauß.

Wie gelingen scharfe Fotos?

In der Hand beginnt der Stab schnell zu wackeln. "Den Arm anzuwinkeln, bringt etwas mehr Stabilität", rät Clauß. Gerade wegen der Wackligkeit des Sticks brauchen Smartphones für scharfe Aufnahmen optimale Lichtverhältnisse. "Im dämmrigen Licht oder bei Dunkelheit werden die Bilder schnell körnig und rauschen, weil die Smartphone-Kameras dann an ihre Leistungsgrenzen stoßen."

Wo bewährt sich der Stick?

Nutzer der Sticks lieben es, sich mit anderen Leuten oder vor Sehenswürdigkeiten zu knipsen. "Sie wollen zeigen: Seht her, ich war dort", schildert Clauß. Ihrer Meinung nach erweiteren die Sticks den Spaß an der Fotografie. "Man muss sich aber im Klaren sein, dass man auch viel Ausschussware bei seinen Fotos haben wird. Etwa, weil der Horizont in der Regel schief ist." Andererseits liegt gerade in den Makeln der Bilder auch der gewisse Charme. Die Teleskopstangen sind aber nicht überall gern gesehen. Clauß: "Einige Freizeitparks und Museen untersagen inzwischen die Nutzung."

Welche Grenzen sind dem Fotovergnügen gesetzt?

Wer sich selbst beim Sport filmt, lässt dabei lieber die Hände weg von den Selfie-Sticks. "Die sind nicht dafür ausgelegt, Sportaction zu filmen", betont Clauß. Es gebe keine speziellen Halterungen, um sie an Fahrrad und Co. zu befestigen, erläutert sie. Bei Stürzen geht das Equipment schnell kaputt, weil es oft nicht stabil genug ist. Die Expertin empfiehlt hier Actionkameras. Die sind mit einer Schutzhülle umgeben und halten Stürze locker aus. Dazu gibt es ein breites Angebot an Halterungen für Helme oder Sportgeräte. Denn mit dem Stick in der einen Hand, bleibt nur die andere Hand für den Sport frei. Clauß: "Er lenkt zu sehr von der eigentlichen Aktivität ab."

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