TU funkt ins All

- Raumfahrttechniker der TU München haben Kontakt mit dem All aufgenommen. Seit kurzem ist auf dem Garchinger Campus die Bodenstation für den geplanten Satelliten "BayernSat" in Betrieb. Ihren eigenen Satelliten haben die Wissenschaftler vom Lehrstuhl des ehemaligen Astronauten Ulrich Walter zwar noch nicht in die Umlaufbahn geschickt.

Sie kommunizieren jedoch regelmäßig mit anderen künstlichen Himmelskörpern, die in rund 500 Kilometern Höhe die Erde umkreisen.

Fast täglich senden und empfangen Studenten und Forscher an den vier Arbeitsplätzen der Bodenstation Daten von Satelliten wie "Tubsat" von der TU Berlin oder "Champ", der das Erdmagnetfeld vermisst. Eine Art Probebetrieb für die Arbeit mit dem eigenen Satelliten, der 2007 starten soll, erklärt Jürgen Letschnik, wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Raumfahrttechnik: "Wenn der dann kommt, wissen wir schon, wie alles funktioniert."

Denn die Kommunikation ist das A und O für den Betrieb eines Satelliten. Und gerade die stellt die Raumfahrttechniker bei erdnahen Satelliten vor besondere Schwierigkeiten. Weil "Champ", "Tubsat" und künftig auch "BayernSat" in einer Höhe von nur 500 Kilometern kreisen, ist der Winkel und damit das Zeitfenster sehr klein, innerhalb dessen eine direkte Verbindung zum Satelliten möglich ist. "Das sind pro Überflug fünf bis sieben Minuten, dann ist das Ding wieder weg", sagt Letschnik. Um die knappe Zeit bei nur vier Überflügen täglich bestmöglich zu nutzen, werden die Überflugzeiten genau vorausberechnet.

Im Oktober hofft das Team um Letschnik in Garching erstmals Satelliten-Livebilder der Erde zu empfangen.

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