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Automatische Weiterleitung: Wer loser.com eingibt, kommt zu Donald Trumps Wikipedia-Eintrag.

Probieren Sie's ruhig aus

Überraschung! Was passiert, wenn man im Web auf loser.com geht?

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South Carolina - Ein Gag geht derzeit durchs Netz. Was passiert, wenn man loser.com im Internet eingibt? Probieren Sie's ruhig aus.

Die Spannung beim US-Präsidentschaftswahlkampf steigt. Der Republikaner Donald Trump aber musste die erste Schlappe einstecken. Der Milliardär konnte die Vorwahlen zur Präsidentschaftskandidatur in Iowa nicht für sich entscheiden.  Der erzkonservative Senator Ted Cruz erhielt 28 Prozent der Stimmen. Wo landete Trump? Bei 24 Prozent. Sowas kann ein Donald Trump nur schwer auf sich sitzen lassen. Der Milliardär wirft dem Team von Cruz Betrug vor. 

Verlierer-Webseite für Donald Trump

Automatische Weiterleitung: Wer loser.com eingibt, kommt zu Donald Trumps Wikipedia-Eintrag.

Ist Donald Trump einfach nur ein schlechter Verlierer? Keine Ahnung. Fest steht: Aufgrund seiner umstrittenen Aussagen über illegale Einwanderung sowie mit seinem Vorschlag, vorübergehend allen Muslimen die Einreise zu verweigern, hat er sich bei vielen Menschen selbst zum Verlierer stilisiert. Ja, sogar eine eigene Verlierer-Webseite hat Trump im Dezember 2015 bekommen! 

Wer im Internet-Browser „loser.com“ eintippt, landet auf der Wikipedia-Seite des Präsidentschafts-Kandidaten.

Trump nicht der erste Kandidat

Die Website gibt es allerdings nicht erst, seit Donald Trump aufs politische Parkett getreten ist. Bereits 1995 hat Systemanalytiker Brian Connelly die Domain für 35 US-Dollar registrieren lassen. Nur aus Spaß. Seitdem steuert er die Umleitungen je nach (seinem) Geschmack.

Donald Trump ist auch nicht der erste Prominente, der aufs Korn genommen wird. Politiker Al Gore hat es ebenso getroffen wie Schauspieler Charlie Sheen oder zuletzt 2015 Musiker Kanye West. Letzterer hatte 2009 während der Dankesrede von Taylor Swift bei den Video Music Awards die Bühne gestürmt und moniert, dass der Preis der amerikanischen Sängerin und Songwriterin Beyoncé zustünde. Als er bei der Grammy-Verleihung an Beck 2015 aus gleichen Gründen fast schon wieder auf der Bühne stand, fand Connelly, er habe die zweifelhafte Ehre auf loser.com mehr als verdient. 

Gründer Connelly nutzt die Domain aber nicht nur, um berühmten Persönlichkeiten eine lustige Abreibung zu verpassen. Er verwendet die Domain auch, um Seiten im positiven Sinn zu unterstützen. Zum Beispiel im Falle von Barack Obamas Präsidentschaftswahl oder bei WikiLeaks.

Bei Donald Trump trifft das nicht zu. Und Connelly bekommt für die Wahl dieses "losers" hauptsächlich gutes Feedback, wie er auf der Online-Plattform "The Next Web" mitteilt. Negative E-Mails schrecken ihn dennoch nicht ab, er möchte die Trump-Weiterleitung während der Wahlkampfperiode beibehalten. Der Republikaner ist über die Seite im Bilde, Connelly habe ihn persönlich via Tweet darüber informiert.

Loser.com bekommt Verstärkung

Tja, und weil loser.com anscheinend noch nicht reicht, um sich lustig zu machen, existiert nun auch noch eine vergleichbare Seite mit der URL nobodyrememberswhocameinsecond.com.

Der Name ist bewusst gewählt. Er ist eine Anspielung auf einen Tweet, den Donald Trump 2013 veröffentlichte."Niemand erinnert sich an den Zweiten", schrieb der Milliardär damals. Da wusste er noch nicht, was er heute weiß.

 

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