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Eine Brille und eine Uhr von Gandhi werden versteigert.

Gandhi-Sandalen jetzt doch unter dem Hammer

Tauziehen bis zuletzt, doch die Auktion steigt: Ab 16 Uhr kommen persönliche Gegenstände des Menschenrechtlers Mahatma Gandhi in New York unter den Hammer.

Zwischen all den Uhren, die das New Yorker Auktionshaus Antiquorum seit Bestehen verkauft, fallen diese Objekte auf: Eine Brille, ausgetretene Lederlatschen und ein Teller befinden sich unter den Gegenständen. Und eine Uhr. Getragen hat das alles der indische Rechtsanwalt und Menschenrechtler Mahatma Gandhi.

Bis zuletzt, nur wenige Stunden vor Auktionsbeginn, war nicht klar, ob die Auktion stattfinden wird. Der jetzige Besitzer der Memorabilien, James Otis, traf sich mit Vertretern der indischen Regierung. Indien betrachtet die Gegenstände als nationales Erbe und will sie in das Land zurückholen.

Otis, ein Filmemacher aus Los Angeles, wäre dazu bereit, stellt aber große Bedingungen. Der Sammler verlangt von der Regierung in Neu Delhi, die Ausgaben für die Ärmsten drastisch zu erhöhen. Sollte das nicht gehen, ist Otis auch mit einer Gandhi-Wanderausstellung zufrieden, die seine Besitztümer umfasst, schreibt der Nachrichtensender N-TV. Bisher ist über eine Einigung nichts bekannt.

Ein Bild der Gegenstände gibt es beim Auktionshaus. Dort wird der Wert von Gandhis Erbe auf bis zu 23.000 Euro geschätzt. Erwartet wird jedoch ein weit höherer Preis.

Die Frankfurter Rundschau zitiert eine englischsprachige Zeitung, die den Indern einen Trick empfohlen hat. Man solle es wie Cai Mingchao machen. Der hatte bei der Nachlassversteigerung Yves Saint-Laurents zwei Bronzeskulpturen für 31 Millionen Euro ersteigert. Nun weigert er sich, zu zahlen, da die Skulpturen angeblich China gehören.

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