Das ganze Web als Daumenkino

Handy 2.0: - Vor fast hundertfünfzig Jahren wurde das Telefon erfunden. Gute hundert Jahre später wurden Mobiltelefone langsam verwendbar und das Internet erblickte das Licht der Welt. Nun sollte es noch bis über die Jahrtausend-Grenze dauern, bis beides so richtig zusammen wachsen konnte. Vodafone startet heute einen neuen mobilen Internetdienst mit Flatrate.

Die Anfänge der mobilen Internetnutzung waren wahrlich kein Spaß. Auf kleinen grün-schwarzen Handy-Displays konnten spärliche Informationen abgerufen werden. Dabei war die Datenübertragungsgeschwindigkeit langsam bis lahm und die Preise dafür eher im höhern Bereich angesiedelt. Nicht ganz uneigennützig trieben die Handynetz-Betreiber die Entwicklung des mobilen Internet in den letzten Jahren zügig voran. Die Einführung der schnellen Übertragungstechnik UMTS sowie der größeren, farbigen Displays moderner Multimedia-Handys machen heute das Surfen mit dem Handy so richtig möglich.

Vodafone startet heute einen neuen Dienst, den das Unternehmen "Handy 2.0" nennt (in Anlehnung an das "Web 2.0", das ja derzeit in aller Munde ist). Der Netzbetreiber bietet "Handy 2.0" als Zubuch-Option für seine Kunden mit Laufzeitvertrag zum Flatrate-Preis von 9,95 Euro an. Zusammen mit Partnern wie ebay und Google wurde ein Angebot geschaffen, dass recht interessant ist.

Kernstück des neuen Angebotes ist eine Exklusiv-Version des Mobilbrowsers Opera Mini. Das Programm ist auf das jeweilige Handy-Modell ausgelegt und optimiert die Daten , so dass auch "normale", also nicht auf die mobile Nutzung optimierte Internetseiten, auf dem Mobiltelefon betrachtet werden können.

Weitere Web-Programme kommen von den Partnern Google und Ebay

Google bietet zum Beispiel ein Clientprogramm an, dass auf dem Handy installiert wird. Damit lassen sich Googlemail-Accounts mobil optimal abfragen.

Google-Maps kann ebenfalls mobil abgefragt werden. Das Java-Programm ruft das Kartenmaterial aus dem Internet ab und auf Wunsch kann man sich lokalisieren lassen. Je nach Dichte der Mobilfunksender wird so eine Genauigkeit auf wenige hundert Meter erreicht und der momentane Standort auf der Karte angezeigt. Auf Wunsch lässt sich dann von diesem Standort aus eine Route zu einer beliebigen Adresse planen. So verläuft man sich in der Stadt nie mehr. Für die Navigation mit dem Auto eignet sich das mobile Goolge-Maps allerdings nicht, denn auf dem kleinen Display lassen sich die Strassen während der Fahrt nicht erkennen und es erfolgt keine Audioausgabe.

Wer von unterwegs gerne den Stand seiner Auktionen kontrollieren möchte, der kann das  über die mobilen Seiten des Internet-Auktionshauses ebay tun. Zum heutigen Start des vodafone-Dienstes ist zudem ein spezieller, auf das jeweilige Handy abgestimmter Client angekündigt.

Fazit: Das mobile Internet ist ohne den tickenden Gebührenzähler im Hintergrund mit der vodafone-Flat durchaus gut benutzbar. Die speziell angepassten Dienste sind sehr praktisch und immer mehr Anbieter (z.B. Deutsche Bahn, MVV) bieten spezielle Angebote, die sich gut mit dem Handy nutzen lassen. Die Nutzung "normaler" Internetseiten ist zwar mit dem Opera-Mini Browser möglich, aber nicht besonders komfortabel, so dass man besser auf die angepassten Mobilseiten (sofern vorhanden) ausweicht. 

Ein Nadelöhr kann die Mobilfunkversorgung sein. Hat man in den Ballungsgebieten fast durchweg gute UMTS-Versorgung und damit auch eine schnelle Surf-Geschwindigkeit, so nimmt diese in Gebieten mit schlechterer Versorgung deutlich ab. Aber auch wenn nur GPRS-Versorgung  zur Verfügung steht, ist zum Beispiel das Abrufen der Abfahrtszeiten des nächsten Zuges oder das Schreiben einer E-Mail an die Liebste gut möglich.

Vodafone-Kunden, die den neuen Dienst testen möchten, können dies für einen Monat kostenlos tun. Die Tarifoption hat bei Neuabschluss eines Vertrages eine Laufzeit von 24 Monaten, wenn sie zu einem laufenden Vertrag zugebucht wird, dessen entsprechende Laufzeit.

>> Alle Infos: www.vodafone.de/mobileinternetflat  

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