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Jeder Nutzer sollte bei Facebook sehr auf seine Privatsphäre achten.

Verräterische Gefühle

So gefährlich sind die neuen Facebook-Emojis

Brüssel - Ein wütendes Gesicht, Tränen, Lachen, Staunen. Facebooknutzer können Beiträge jetzt mehr nicht nur "liken", sondern auch mitteilen, was sie darüber fühlen. Für die Privatsphäre ist das eine Gefahr.

Das bedeutet zwar mehr Möglichkeiten für Nutzer, ist aber auch ein ausgeklügelter Weg, noch mehr über Abneigungen und Vorlieben von Facebooknutzern zu erfahren. Die belgische Bundespolizei warnt daher vor Gefahren für die Privatsphäre und rät, die sogenannten Reactions sparsam zu nutzen.

Durch die geäußerten Reaktionen wie Freude, Trauer oder Wut könne das Netzwerk noch viel genauer erfahren, wie seine Nutzer denken und fühlen. So sei das Anlegen von viel detaillierten Werbeprofilen möglich. "Grundsätzlich haben wir hier die Möglichkeit, eine ganz konkrete Reaktion auf Inhalte zu ermitteln", findet auch Datenschutzexperte Christian Gollner von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Mit den gewonnenen Daten könne das Unternehmen etwa Erkenntnisse zum Kaufverhalten oder persönlichen Einstellungen gewinnen. Das wiederum könne sich auf eingeblendete Werbung und Sonderangebote auswirken und zu individuell verschiedenen Preisen im Onlinehandel führen.

"Wer bei Facebook ist, muss wissen, dass das eigene Verhalten so gut wie möglich analysiert wird", sagt Gollner. Vielfach sei das Verbrauchern aber gar nicht bewusst. Und soll man die Reactions nun nutzen oder nicht? Facebook ist auch ohne aktive Beiträge der Nutzer in der Lage, Profile zu bilden, sagt Gollner. "Die zusätzlichen Reaktionen machen es nur noch etwas präziser."

Facebook wird noch emotionaler

dpa

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