Betrugswelle im Internet

Gefälschte E-Mails und SMS: Die perfiden Tricks der Kriminellen

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München – Die Sicherheitsbehörden warnen vor einer Betrugswelle im Internet. E-Mails, SMS - die Betrüger werden immer dreister. Und locken immer wieder arglose Menschen in ihre Fallen.

Bundesweit häuften sich derzeit Fälle, bei denen Kriminelle mit gefälschten Kurznachrichten oder E-Mails versuchen, an sensible Daten von Nutzern zu gelangen. Zudem geben sich derzeit Betrüger vermehrt als falsche Microsoft-Mitarbeiter aus, um sich Zugriff auf fremde Computer zu verschaffen.

In München erhalten nach Angaben der Polizei momentan viele Internet-Nutzer SMS, mit denen Betrüger persönliche Angaben abgreifen und Identitäten stehlen wollen. „Das gehäufte Auftreten dieser Phishing-Fälle ist kein regionales Phänomen. Es ist davon auszugehen, dass Betrüger derzeit bundesweit mehr gefälschte SMS verschicken“, sagt Tim Griese, Sprecher des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik. In diesen gefälschten Kurznachrichten werden Empfänger gebeten, ihre Kontodaten zu aktualisieren. Dazu bedarf es eines Klicks auf den angegebenen Link. Öffnet der SMS-Empfänger diesen, gelangt er auf eine täuschend echt aussehende Seite im Internet. In der Eingabemaske soll er Login-Namen und Passwort eingeben.

Kriminelle würden sich laut Griese als bekannte Unternehmen ausgeben. Beispielsweise geben sie vor, dass die SMS von Ebay, Paypal oder der Telekom gesendet werde. Ziel der Kriminellen ist es, mit den Daten Bank-Konten zu plündern oder mithilfe fremder Ebay-Konten Geld zu ergaunern. Die Sicherheitsbehörden warnen, Internetlinks in Kurznachrichten zu öffnen und dort Login-Namen und Passwort einzugeben.

Neben Phishing-Fällen bereiten der Polizei auch falsche Microsoft-Mitarbeiter Arbeit. Sie geben am Telefon vor, der Computer sei von Viren befallen, und bieten das Säubern an. Ziel der Betrüger ist, die Nutzer zur Installation einer Fernwartungssoftware oder eines Trojaners zu bewegen. So können Kriminelle auf den Rechner zugreifen und Daten ausspähen. Die Sicherheitsbehörden raten, solche Gespräche sofort zu beenden. Wurde Software installiert, sollte das Gerät vom Internet getrennt und von Experten geprüft werden. 

Rubriklistenbild: © dpa

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