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Online-Shoppen ist auch bei Amazon und Co. nicht immer völlig risikofrei.

Dreistes Geschäft

Gefälschte Internet-Läden: Vorsicht, hier lauern Shopping-Fallen

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München - Einkaufen im Internet - es geht so einfach, es geht so schnell - und es geht immer irgendwo noch günstiger. Doch Vorsicht: Im Netz lauern fiese Shopping-Fallen. Doch woran erkennen Sie sogenannte „Fakeshops“ und wie können Sie sich schützen?

Sie tragen Namen wie adidas-schuhe-rabatt.com – und sie werden im Internet zu einer immer größeren Gefahr. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt ausdrücklich vor sogenannten „Fakeshops“, also vor gefälschten Online-Läden, deren Betreiber versuchen, Schnäppchenjägern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Gerd Billen, Staatssekretär in Bundesjustizministerium, forderte die Verbraucher jetzt auf: „Ein größeres Misstrauen im Weihnachtsgeschäft ist wichtig.“ Besonders kriminell sind Fakeshops mit nachgemachten Medikamenten.

Woran erkenne ich solche Fallen? 

Vor allem an den viel zu niedrigen Preisen. Ein Designerschuh von Christian Louboutin für 120 Euro – da sollten bei Ihnen alle Alarmglocken schrillen. Vergleichen Sie die normalen Preise (z.B. bei idealo.de) mit dem angeblichen Super-Schnäppchen. Wenn Sie nur einen Bruchteil zahlen müssten, kann das nicht seriös sein. Die Gauner bauen Shops von renommierten Firmen täuschend ähnlich nach. 

Bei genauer Betrachtung erkennen Sie aber die Unterschiede. Das beginnt bei einer viel zu komplizierten Adresse. Ein Designer wie Michael Kors ist schlicht unter michaelkors.de zu erreichen und nicht unter dubiosen Adressen wie onlineoutletmichael-kors.us.org. Schauen Sie ins Impressum der Seite. Wenn hier wichtige Angaben wie Telefon oder E-Mail fehlen oder fragwürdig wirken, haben Sie es mit einem Fakeshop zu tun. Weitere Warnhinweise sind die fehlende „https“-Verschlüsselung beim Bezahlen und schlechtes Deutsch oder Englisch in den Texten.

Wie kann ich mich schützen?

Googeln Sie nach dem Namen des Shops, und suchen Sie in sozialen Netzwerken nach den Erfahrungen anderer Kunden. Wenn auf der Seite ein Qualitätssiegel wie „Trusted Shops“ oder „TÜV S@afer Shopping“ steht, kann dieses Logo gefälscht sein. Erkundigen Sie sich im Zweifel beim Prüfunternehmen, ob der Laden tatsächlich zertifiziert ist. Und bezahlen Sie keinesfalls per Vorauskasse oder Sofortüberweisung – denn genau darauf setzen die Ganoven. Auch Nachnahme ist keine sichere Alternative. Denn dann zahlen Sie die Sendung womöglich beim Boten, und beim Auspacken finden Sie statt eines iPhones nur leere Gurkengläser im Paket. 

Am sichersten für Sie ist die Bezahlung per Rechnung, die Fakeshops aber so gut wie nie anbieten. Generell sollten Sie bei einem schlechten Gefühl einfach nicht kaufen. Denn selbst wenn die Ganoven liefern, ist die Gefahr groß, dass der Zoll gefälschte Artikel beschlagnahmt. Auch dann sind Sie Ihr Geld los. 

Sicher bei ­Amazon & Co? 

Leider auch nicht. Denn auf dem „Marketplace“, dem Marktplatz von Amazon, kann jedermann seinen eigenen Shop eröffnen. Sie kaufen dabei zwar auf amazon.de ein – shoppen in Wahrheit aber bei einem anderen Händler. Auf der Produktseite steht dann „Verkauf und Versand durch XYZ“. Dabei gibt es zwei Risiken: Immer öfter werden Amazon-Shops von seriösen Anbietern gehackt und von Ganoven übernommen. Oder die Kriminellen eröffnen gleich ihren eigenen Fakeshop auf Amazon. Auch hier finden Sie dann extreme Schnäppchen. Wenn Sie bestellen, bekommen Sie zum Beispiel eine Mail, dass die Zahlung per Amazon fehlgeschlagen ist, dass Sie den Kaufpreis dafür aber auf ein anderes Konto überweisen sollen. Auf solche Tricks, die es in ähnlicher Form unter anderem auch bei Ebay gibt, dürfen Sie nicht hereinfallen. Verwenden Sie zum Beispiel bei Amazon nur die gewohnten Bezahlmethoden wie Lastschrift, die Sie mindestens acht Wochen lang widerrufen können.

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