Gegner oder Partner?

- Äußerst wechselhaft waren die Beziehungen zwischen Bayern und Spanien zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges. Das Verhältnis schwankte zwischen enger diplomatischer und kriegerischer Partnerschaft auf der einen und einem grundlegenden Misstrauen auf der anderen Seite, wie der Bonner Historiker Professor Maximilian Lanzinner in der Bavaristischen Ringvorlesung schildern wird.

<P>Auch wenn Spanier und Bayern im Krieg von 1618 bis 1648 auf einer Seite standen, war ihre Partnerschaft sehr unbeständig. Das gegenüber der laut Lanzinner "ersten Weltmacht der Neuzeit" Spanien winzig wirkende Herzogtum Bayern gewann im Laufe des Krieges an Bedeutung. Spanien dagegen verlor gleichzeitig an Einfluss.<BR><BR>Dennoch versuchten die Spanier, sich in einer von ihren Interessen bestimmten europäischen Friedensordnung zu behaupten. Maximilian von Bayern (1598 - 1651), der im Westfälischen Frieden die Kurwürde gewonnen hatte, wollte sich der Weltmacht jedoch nicht beugen.<BR><BR>Lanzinners Vorlesung findet statt am 9. Juni im Audimax der Ludwig-Maximilians-Universität (Geschwister-Scholl-Platz 1). Beginn ist um 19 Uhr. <BR><BR></P>

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