Geheime Diplomaten-Mails gingen versehentlich an Namensvetter

- Skopje - Die mazedonische Botschaft in den USA hat einem Zeitungsbericht zufolge wochenlang versehentlich geheime Mitteilungen per E-Mail an einen in Deutschland lebenden Bulgaren geschickt. Wie die mazedonische Zeitung "Dnevnik" am Dienstag meldete, erhielt der Bulgare Nikolaj Dimitrov, ein Designer von Internet-Seiten, eine ganze Serie von höchst vertraulichen Berichten der Botschaft.

<P>Der Zeitung zufolge hatte eine Sekretärin seine E-Mail-Adresse mit der des gleichnamigen mazedonischen Botschafters in den USA verwechselt. "Ich war überrascht, als ich diese wichtigen Mitteilungen auf mazedonisch erhielt", sagte der 'falsche' Dimitrov laut "Dnevnik". "Ich habe nachgeforscht und den Fehler entdeckt: Wir haben den gleichen Namen, benutzen aber verschiedene Anbieter".</P><P>Bei den Informationen, die alle unverschlüsselt waren, ging es unter anderem um einen Besuch des mazedonischen Ministerpräsidenten Bronko Crvenkovski in Washington. Aus dem Außenministerium in Skopje gab es zunächst keine Stellungnahme zu dem Bericht.</P>

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