Geld aus dem Netz

- Frankfurt/New York - Aller Skepsis nach dem Platzen der New-Economy-Blase zum Trotz erweist sich das Internet zumindest für die großen der Online-Branche als Goldgrube. Die drei US-Internetunternehmen Google, Yahoo! und eBay schlossen das abgelaufene Quartal mit Rekordergebnissen ab. An der Börse sind sie zusammen rund 150 Milliarden Dollar wert, jedes der Unternehmen wird höher bewertet als beispielsweise DaimlerChrysler.

Google und Yahoo! profitierten von rasant steigenden OnlineWerbeumsätzen. "Wir haben das Wachstum im Online-Werbemarkt voll für uns ausnutzen können", sagte Google-Chef Eric Schmidt am Donnerstag bei Bekanntgabe der Geschäftszahlen. Google konnte den Gewinn mit 369 Millionen US-Dollar nahezu versechsfachen. Der Umsatz war mit 1,256 Milliarden Dollar knapp doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor. Das zeige die wachsende Anerkennung des Internets als effizientes Werbemedium, kommentierte Google die Ergebnisse.<BR><BR>Yahoo! verdoppelte den Gewinn auf 205 Millionen Dollar. Der Umsatz kletterte um 55 Prozent auf 1,174 Milliarden Dollar. Als Jerry Yang und David Filo das Webportal im März 1995 gründeten, hatte es 100 000 Nutzer. Ende vergangenen Jahres waren es 345 Millionen, auch wenn Google Yahoo! bei den Suchanfragen im Internet längst vom Sockel gestoßen hat.<BR><BR>Auch eBay kann sich über seine Nutzerzahlen nicht beklagen. "Wir haben im ersten Quartal weltweit mehr neue Nutzer dazu bekommen als wir in unserem drittgrößten Markt, in Großbritannien, schon hatten", sagte eBay-Finanzchef Rajiv Dutta. Am Ende des Vierteljahrs hatte eBay 60,5 Millionen aktive Nutzer oder 34 Prozent mehr als im ersten Quartal 2004. Der Gesamtwert der über eBay abgeschlossenen Transaktionen stieg um 32 Prozent auf 10,6 Milliarden US-Dollar. Der Quartalsumsatz des Konzerns erreichte nach einem Anstieg von 36 Prozent erstmals die Marke von einer Milliarde Dollar. Den Gewinn konnte eBay um 28 Prozent auf 256,3 Millionen Dollar steigern.<BR><BR>Das Deutschland-Geschäft entwickelte sich bei eBay mit einem Umsatzwachstum von 24 Prozent allerdings schwächer als der Gesamtumsatz. Vor Wechselkurseffekten habe das Wachstum lediglich 19 Prozent betragen, räumte Dutta ein. eBay habe bereits Schritte in die Wege geleitet, um das Wachstum in Deutschland wieder anzukurbeln, "aber es könnte ein paar Quartale dauern, bevor diese Veränderungen greifen." 

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