Gema: Keine Strafanzeige gegen Hacker

München . Nach erneuten Angriffen verzichtet die Gema auf eine Anzeige gegen die Hacker-Gruppe Anonymous. Ein Ende der Internet-Attacken scheint aber nicht in Sicht.

Die Angreifer seien diesmal nur schwer identifizierbar und die Auswirkungen auf die Homepage geringer gewesen als bei früheren Angriffen, sagte ein Gema-Sprecher am Dienstag in München. Anonymous hatte am vergangenen Donnerstag und Freitag die Seite der Gema zeitweise lahmgelegt. Die Organisation war immer wieder Ziel der Hacker.

Nach der letzten großen Attacke im Dezember 2011, bei der die Gema-Seite tagelang nicht erreichbar war, stellte der Musikrechtevertreter Strafanzeige beim Bundeskriminalamt (BKA) und gab die IP-Adressen der Angreifer weiter. Das BKA durchsuchte daraufhin in der vergangenen Woche bundesweit Wohnungen zahlreicher mutmaßlicher Mitglieder und Mitläufer des Hacker-Kollektivs.

Im Internet tauchte am Wochenende ein Video von Anonymous auf, in dem die Hacker die Durchsuchungsaktionen des BKA verurteilten und die Angriffe auf die Gema-Website verteidigten. „Die Gema hat eine Grenze überschritten“, heißt es in dem Video. Und: „Wir bedauern keinen unserer Angriffe.“ Die Aktivisten kündigten weitere digitale Attacken an, um für frei zugängliche Informationen im Netz zu kämpfen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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