+
Wer ungewollte Geschenke nach Weihnachten über ein Verkaufsportal zu Geld machen möchte, meldet sich am besten als Privatverkäufer an. Foto: Andrea Warnecke

Geschenke loswerden im Netz: Privatverkäufer haben Vorteile

Was für ein Stress: Kaum sind die Geschenke da, beginnen oft schon wieder die Überlegungen, was aus all den Gaben werden soll, die nicht gefallen haben. Und das ist gar nicht so einfach.

Berlin (dpa/tmn) - Nicht jedes Präsent an Weihnachten stößt auf Begeisterung. Wer dann den Weg des Onlineverkaufs oder der Onlineversteigerung geht, sollte sich bei der oder den Verkaufsplattformen in jedem Fall als privater Verkäufer anmelden, rät der IT-Branchenverband Bitkom.

So müssen nämlich keine Widerrufs- und Rückgaberechte eingeräumt werden, und auch keine gesetzliche Gewährleistung. Wichtig sei in diesem Zusammenhang der Hinweis "Die Ware wird unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung verkauft".

Natürlich sind die Privilegien des Privatverkaufs kein Freibrief für die Artikelbeschreibung. Sie muss natürlich wahrheitsgemäß sein. Bei falschen oder unzureichenden Beschreibungen drohen nicht nur direkte Konsequenzen: Er riskiert dem Verband zufolge auch schlechte Bewertungen, was zukünftige Verkäufe auf der betreffenden Plattform erschwert.

Bei den Beschreibungstexten und -fotos führt kein Weg am Schreiben und Fotografieren vorbei. Wer sich einfach Beschreibungen und Bilder aus dem Internet, von anderen Verkäufern oder selbst vom Hersteller kopiert, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, weil diese in der Regel urheberrechtlich geschützt sind.

Wer ein Plagiat, das vielleicht von einer Urlaubsreise stammt, geschenkt bekommen hat, darf es nicht zum Verkauf anbieten. Wird ein gefälschtes Markenprodukt trotzdem angeboten, droht ebenfalls juristischer Ärger. Sogar im Beschreibungstext können den Angaben zufolge Markenrechte verletzt werden - etwa wenn eine No-Name-Uhr mit Zusätzen wie "im Rolex-Stil" beworben wird.

Beim Verschicken ist man mit einer versicherten Versandart grundsätzlich am besten beraten: Sonst kann es den Angaben nach sein, dass man als Verkäufer für verloren gegangene Sendungen haften muss. Um sich zusätzlich abzusichern, könne ein Zusatz wie "Der Artikel wird auf Verlangen und auf Gefahr des Käufers verschickt" helfen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Nächstes Android soll Kamera- und Mikrofonzugang beschränken
Gute Nachrichten für Android-Nutzer: In der kommenden Version des Betriebssystems wird darauf Wert gelegt, dass Apps nicht dauerhaft auf Mikrofon und Kamera zugreifen …
Nächstes Android soll Kamera- und Mikrofonzugang beschränken
Spiele-Charts: Von Herzklopfen und Prügelknaben
Gegensätzlicher könnten die Vorlieben der iOS-Gamer kaum sein: Während die einen derzeit einer interaktiven Bilderbuchromanze verfallen sind, bringen die anderen …
Spiele-Charts: Von Herzklopfen und Prügelknaben
Top-Apps: Medaillenfieber und der perfekte Schlag
In Pyeongchang ‎regnet es derzeit Medaillen. Auch die App Charts stehen diese Woche ganz im Zeichen der Olympischen Winterspiele und deren Übertragung. Denn besonders …
Top-Apps: Medaillenfieber und der perfekte Schlag
Anbieter ringen um richtigen Weg beim Breitbandausbau
Wie schnell ist das Internet? Diese Frage dürfte in Deutschland je nach Standort unterschiedlich beantwortet werden. Die Anbieter machen nach eigenem Bekunden zwar Tempo …
Anbieter ringen um richtigen Weg beim Breitbandausbau

Kommentare