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Im Taktik-Shooter Ghost Recon: Wildlands zieht man als Teil einer US-Spezialeinheit in den Krieg gegen ein Drogen-Kartell.

Krieg gegen Drogen-Kartell

Ghost Recon Wildlands: Der Taktik-Shooter im Video-Test

München - Im Taktik-Shooter Ghost Recon: Wildlands zieht man als Teil einer US-Spezialeinheit in den Krieg gegen ein Drogen-Kartell. Hier geht‘s zum Test mit Video.

Tom Clancy's Ghost Recon Wildlands von Ubisoft schickt uns nach Bolivien. Als Teil einer vierköpfigen Spezialeinheit müssen wir ein Drogenkartell stürzen. Dazu schalten wir die Unterbosse einzelner Regionen nach und nach aus. Das wäre das Spielprinzip des Taktik-Shooters in der Kurzfassung. Unterm Strich bleibt ein hervorragendes Spiel, das vor allem mit einer riesigen Spielwelt und Handlungsfreiheit sowie coolen Taktik-Elementen punktet. Wie man es auch den Ghost-Recon-Spielen gewohnt ist, kommt man nur mit umsichtigem Vorgehen weit. Eine wichtige Rolle spielt das Vierer-Team, das man koordiniert gegen die Bösen losschlagen lassen kann - sowie die coole Drohne, die vor allem der Aufklärung dient.

Die Story von Ghost Recon Wildlands

Die US-Regierung lässt in Bolivien kompromisslos aufräumen, nachdem dort ein mexikanisches Drogenkartell die Fäden in der Hand hat. Auch wenn es de facto noch eine Regierung gibt, hat längst Drogen-Boss El Sueno das Sagen. Er hat Bolivien mit einem Netz von Unterbossen überzogen und schwelgt schon in Allmachtsfantasien. Aber dann begeht sein Kartell den Feher, den USA zu arg ans Bein zu pinklen. Besser gesagt: Er sorgt dafür, dass Mitarbeiter der US-Drogenbehörde ermordet werden. Das lässt Uncle Sam nicht auf sich sitzen. Deswegen werden die Ghosts nach Bolivien geschickt, um El Sueno und seinen Unterbossen ein für allemal das Handwerk zu legen.

Wildlands bietet uns eine riesige Version des südamerikanischen Landes Bolivien. Die Karte ist gespickt mit Haupt- und Nebenmissionen. Konkret gibt es mehr als 20 Provinzen, an deren Spitze immer ein Unterboss steht. Gebote sind fast alle Landschaften: Dschungel, Berge, Wüsten und noch einiges mehr. Diese sehen nicht nur großartig aus, sondern beeinflussen auch die jeweilige Taktik. So bietet der Dschungel natürlich mehr Deckungsmöglichkeiten und Verstecke als die Wüste. Manche Gegenden lassen sich mit Autos oder Motorrädern eher schlecht erreichen. In diesem Fall greift man bevorzugt auf Helikopter zurück. Letztere verlangen einem ein bisschen Training ab, bis man sie wirklich flüssig steuern kann. Am besten sieht man sich mal ein entsprechendes Video-Tutorial an.

In jeder Provinz gibt es unglaublich viele Skill-Punkte, die man sich unter den Nagel reißen kann. Und versteckte Waffen, an die man kommt, indem man Drogen-Capos verhört oder die entsprechenden Karten findet. Die große Zahl an verschiedenen Waffen zu finden motiviert hierbei richtig. Auch wenn man letzten Endes die meiste Zeit Scharfschützen-Gewehre, Sturmgewehre, leichte Maschinengewehre und Pistolen einsetzt. Die Schrotflinten und Maschinenpistolen sind eher nur von überschaubarem Nutzen. Jede Waffe kann man optisch ziemlich cool verändern. Das trägt zwar nichts zur Handhabung bei, sieht aber trotzdem cool aus. Was manchmal etwas ärgert: Die wichtigen Ziele, die man verhören soll, rennen beim kleinsten Mucks los und versuchen, in einem  Fahrzeug zu flüchten. Da hilft nur langsames Anschleichen.

Ghost Recon Wildlands: Missionen nach Schema F, aber...

Was auffällt: Die Provinzen durchspielt man nach demselben Muster. Man erfüllt verschiedene Missionen, um die Unterbosse hervorzulocken: Sachen in die Luft jagen, Dinge klauen, Bösewichter abschießen, Menschen befreien oder Leute verhören. Irgendwann taucht dann mal der Unterboss auf, den man dann erledigen muss.

Das wäre eigentlich ein Kritikpunkt. Aber gerade die Unberechenbarkeit von Ghost Recon Wildlands macht das Spiel so motivierend. Oft geht mal eine Taktik nicht auf. Und plötzlich ist man in einer Actionfilm-reifen Schießerei. Etwa, wenn man beim Anschleichen an ein Anwesen unvermittelt entdeckt wird. Wenn etwas schiefgeht, dann verlangt das dem Spieler einiges ab. So kommt es möglicherweise auch bei der zehnten Befreiungsmission anders als geplant.

Gelungen ist vor allem das Skill-System. Es macht wirklich Laune, die Fähigkeiten zu verbessrn. Zumal man schnell diei Asuwirkungen sieht. Zu Beginn sollte man vor allem in diese Skills investieren. 

Granatwerfer: Wichtig, um Fahrzeuge und Gruppen von Gegnern auszuschalten.

Anti-Fahrzeug-Munition. Aus demselben Grund wie den Granatwerfer.

Ausdauer: Sonst gerät man bei Sprints schnell aus der Puste. Wer längere Strecken sprinten kann, hat bei Verfolgunsgjagden einen großen Vorteil.

Synchronisierte Schüsse: Während man selbst einen Gegner ins Visier nimmt, zielt ein Teamkameraden des Viererteams auf einen anderen Gegner - und der KI-Mitspieler schaltet diesen auch zuverlässig aus. Auf der höchsten Stufe kann man man vier Gegner gleichzeitig ausschalten.

Drohnen-Verbesserungen: Wichtig für die Aufklärung sind vor allem Batterie-Power, Reichweite und die Auto-Markierung von Gegnern.

Thermal-Vision: So sieht man in der Nacht und an unübersichtlichen Stellen die Gegner anhand ihrer Körpertemperatur. Sehr hilfreich!

Erwähnt wurde bereits die Drohne. Diese ist eines der coolsten Features von Ghost Recon Wildlands. Mit dieser kann man aus sicherer Distanz Gegner markieren, um sein Vorgehen zu planen. Auf einem höheren Level kann man damit auch Gegner ausschalten. Was auch Spaß macht: In schwierigen Missionen kann man Rebellen zu Hilfe rufen. Und die leisten auch ganze Arbeit.

Ghost Recon Wildlands: Das Fazit

Ghost Recon Wildlands motiviert einen wirklich wochenlang. Ein gelungener Taktik-Shooter mit einer starken KI und einer riesigen, wunderschönen Landschaft, der einen vor die Konsole bzw. den PC fesselt. Bislang einer des besten Shooter des Jahres 2017.

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