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Lieber umsteigen sollte, wer auf Nummer datensicher gehen will: Statt Google empfiehlt sich zum Beispiel die Suchmaschine DuckDuckGo – die Ihnen keine Eier legt …

Suchmaschinen und Dienste im Überblick

Internet ohne Google: Diese Alternativen gibt es

München - Die Deutschen misstrauen Google, aber sie benutzen trotzdem die allmächtige Suchmaschine. Dabei gibt es Alternativen, die durchaus zu empfehlen sind.

Es klingt verrückt: Die Deutschen haben Angst vor Google – und die Deutschen lieben Google. 83 Prozent der Internetnutzer misstrauen laut letzten Umfragen dem Giganten. Doch 95 Prozent suchen im Netz mit Google, liefern dem größten Datensammler in der Geschichte der Menschheit freiwillig intimste Informationen. Dass Sie Angst vor Darmkrebs haben, dass Sie einen neuen Job suchen – Ihrem Partner und Ihrem Chef haben Sie es noch nicht gestanden, doch Google weiß es längst. Und Google ist viel mehr als nur die Suchmaschine: Der E-Mail-Dienst Gmail, die YouTube-Videos, die Landkartenseite Google Maps, der Online-Speicher Google Drive, der Chrome-Browser, die Android-Smartphones – die Krake ist überall. Und sie führt alle Informationen über Sie in einer einzigen Datei zusammen! Deshalb schwärmt Aufsichtsratschef Eric Schmidt: „Wir wissen mehr oder weniger, woran Sie denken.“ Doch Sie können Google entkommen – und haben dadurch praktisch keine Nachteile beim Surfen.

Welche Alternativen zu Google gibt es?

Als beste und sicherste Alternative für die Internetsuche gilt die unabhängige Suchmaschine duckduckgo.com. Sie ist mittlerweile sehr bequem und liefert erstklassige Ergebnisse. DuckDuckGo speichert nicht, wonach Sie suchen, und verkauft Ihre Daten nicht an andere Unternehmen. Wenn Sie nach einer Krankheit suchen, müssen Sie also keine Angst haben, dass diese Information irgendwann Ihrer Krankenkasse in die Hände fällt. Aber auch die deutsche Suchmaschine unbubble.eu ist empfehlenswert. Statt Gmail, das Ihre Mails durchsucht, um passende Werbung zu liefern, sollten Sie einen Mailprovider suchen, der in Deutschland oder Europa sitzt – Stichwort NSA. Sieger bei Warentest wurden gerade die Berliner Anbieter mailbox.org und posteo.de. Sie sind komfortabel und schützen Ihre Daten am besten – ab 1 Euro im Monat. Statt des Chrome-Browsers sollten Sie den Firefox verwenden (firefox.com), statt YouTube vimeo.com und statt Google Maps openstreetmap.de. Und wenn Sie Ihre Daten in der Wolke speichern wollen, ist ein Dienst aus Deutschland ebenfalls am sichersten – zum Beispiel web.de ab 1,99 Euro im Monat. Oder Sie setzen auf die gute alte externe Festplatte. An Ihr Backup, das Sie in den Keller legen, kommt niemand ran!

Google-Alternativen: Was ist mit dem Android-Handy?

Die Smartphones mit der Google-Software sind die ideale Datenquelle für den Internet-Multi – denn sie verraten per GPS auch noch, wo Sie sich gerade aufhalten. Und sie lassen sich ohne Google-Konto fast nicht nutzen. Die alternative Software F-Droid  stoppt die Neugier von Google zwar, doch die Installation ist eher ein Fall für Experten. Wenn Sie bei Android bleiben wollen, sollten Sie die Datenschutzeinstellungen möglichst verschärfen, und statt des eingebauten Chrome-Browsers zumindest den mobilen Firefox nutzen. Apples iPhone oder Microsofts Windows Phones sind Alternativen. Auch diese beiden Unternehmen sind alles andere als hasenrein – haben aber nicht den Überblick über Ihr gesamtes Leben wie Google. Zudem verdienen sie Milliarden mit Hard- und Software, während Google fast ausschließlich davon lebt, Ihre Daten zu sammeln und zu verhökern.

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