+
Nachrichten bei google news: Die Suchmaschine ist im Streit um Bezahlinhalte jetzt mit einem Kompromiss auf die Verleger zugegangen.

Google bietet Kompromiss im Streit um Bezahlinhalte

Mountain View - Google geht im Streit um kostenlose Nachrichten im Netz mit einem Kompromiss-Vorschlag auf amerikanische Zeitungsverleger zu. Abhilfe schaffen soll das Programm „First Click Free“.

Bei der Nachrichtenseite “Google News“ werde es künftig Möglichkeiten geben, Nutzern nur einen begrenzten Zugang zu kostenlosen Nachrichtenangeboten zu gewähren, teilte Google-News- Chef Josh Cohen am Mittwoch in einem Blog-Eintrag mit.

Lesen Sie auch:

Was 2009 am häufigsten bei google gesucht wurde  

Das Programm “First Click Free“ biete Verlagen eine Möglichkeit, ihre Inhalte zu bewerben und Nutzern zugleich die Gelegenheit zu geben, die Nachrichtenquelle zu testen, schreibt Cohen. So sollen zum Beispiel Nutzer nur eine gewisse Anzahl der gelisteten Nachrichten einer Zeitung kostenlos lesen können, für weitere Abrufe aber bezahlen müssen.

Anbieter könnten bis zu fünf Klicks pro Tag für Nutzer freischalten und dann auf ein bezahlpflichtiges Angebot weiterleiten. Zeitungen, die ihr Angebot komplett nur im Abo anbieten wollen, könnten bei Google News auch entsprechende Vorschauseiten suchen lassen. So würde zu bestimmten Nachrichten nur eine Seite mit Überschrift und dem erste Absatz (Teaser) gelistet werden. Google würde diese Seiten in Google News als abopflichtig kennzeichnen.

Nachrichten im Internet haben inmitten der Medienkrise zuletzt zu immer heftigeren Debatten um die Zukunft der Zeitungslandschaft und die “Kostenloskultur“ im Internet geführt. US-Medien-Mogul Rupert Murdoch hatte Google mehrfach “Diebstahl“ geistigen Eigentums vorgeworfen. Vor rund zehn Tagen war bekanntgeworden, dass Murdoch, dem unter anderem auch das “Wall Street Journal“ gehört, gegen Google einen Schulterschluss mit Microsoft und dessen neuer Suchmaschine Bing erwägt. Im Gespräch soll ein exklusiver Deal mit dem Softwarehersteller sein, Nachrichten künftig nur noch über Bing zur Verfügung zu stellen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Drei Tipps für mehr Browser-Sicherheit
Updates einschalten, Passwörter nicht im Klartext speichern und gefährliche Inhalte blockieren. Schon mit wenigen Handgriffen und Mausklicks lässt sich der Browser …
Drei Tipps für mehr Browser-Sicherheit
Zu Hause mit LTE ins Netz gehen
Wo kein Kabel hinreicht, muss der Funk herhalten. Breitbandinternet über LTE ist mittlerweile in vielen Teilen Deutschlands eine Alternative. Immer mehr Angebote sind …
Zu Hause mit LTE ins Netz gehen
Facebook und Twitter verbinden
Wer sowohl Facebook als auch Twitter nutzt, kann beide Profile verknüpfen. Vorteil: Was im einen Netzwerk gepostet wird, das erscheint automatisch auch im anderen …
Facebook und Twitter verbinden
Top-Apps: mobile Scanner, perfekte Selfies
Wer kennt es nicht: Man hat es eilig, und der Scanner will mal wieder nicht mitmachen? iOS-Nutzer haben Glück: mit der "iScanner"-App lassen sich Dokumente einfach …
Top-Apps: mobile Scanner, perfekte Selfies

Kommentare