Google-Datenschützer rät zum Schutz der Privatsphäre

Hamburg - Der Suchmaschinenspezialist Google hat seine Nutzer aufgefordert, verstärkt ihre Privatsphäre zu schützen. "Menschen müssen besser lernen, ihre Privatsphäre in der digitalen Welt zu managen", sagte Googles Datenschutzbeauftragter Peter Fleischer in einem Interview mit der "Zeit".

Internet-Nutzer sollten "von vornherein die Datenschutz-Einstellungen nutzen, denn dafür wurden sie gemacht." Der Suchmaschinen-Primus war selbst wiederholt ins Fadenkreuz von Datenschützern geraten. Googles Geschäftsmodell basiert auf dem Verkauf von maßgeschneiderten Anzeigen, für die das Unternehmen die Nutzungsdaten seiner Suchmaschine inklusive der Cookies und IP-Adressen der Rechner automatisch auswerten lässt.

Im Interview mit der "Zeit" betonte Fleischer: "Wir verkaufen keinerlei Daten." Google kenne seine mehr als 500 Millionen Nutzer nicht und wolle sie auch nicht kennen. "Unsere Nutzer haben bei personalisierten Diensten die darin festgelegten Datenschutzrechte: nämlich Zugang zu dem, was wir gespeichert haben, Korrektur ihrer persönlichen Daten und deren Löschung." Das Unternehmen richte sich "exakt nach den europäischen Datenschutzrichtlinien. Erforderlich seien allerdings Richtlinien, "die weltweit Geltung haben", so Fleischer.

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