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Erst sieht der User bei dem animierten Google Doodle zum 156. Geburtstag von Max Planck Lichtblitze durch das zweite "o" huschen. Dann erscheint auf einer Banderole unter dem "o" die Formel "E=hv".

156. Geburtstag

Google Doodle zu Ehren von Max Planck

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München - Max Planck wäre heute 156 Jahre alt geworden. Google ehrt den Geburtstag des Physikers und Nobelpreisträgers mit einem Google Doodle mit der Formel "E=hv" im Mittelpunkt.

Max Planck hat mit der Formel E=hv das Fundament für die Quantenphysik gelegt. Er war es auch, der Albert Einstein mit dessen Relativitätstheorie zum Durchbruch verhalf. Dabei wäre Planck um ein Haar Musiker geworden. Google widmet dem deutschen Physiker und Nobelpreisträger an dessen Ehrentag ein Google Doodle - denn heute hätte Max Planck seinen 156. Geburtstag gefeiert.

Google Doodle visualisiert Max Plancks Formel "E=hv"

Das undatierte Archivbild zeigt den Physiker und Nobelpreisträger Max Planck.

Doch was hat es mit dem animierten Google Doodle auf sich? Auf den ersten Blick zeigt es ein stark vergrößertes zweites "o", in dem bunte Blitze zucken. Es scheint, als würde das "o" unter Strom stehen. Einer der Blitze tritt schließlich aus einer Öffnung am unteren Ende aus dem "o" aus und prallt auf eine Banderole, in der plötzlich die Formel "E=hv" erscheint. Bei der Formel handelt es sich um eine bahnbrechende Entdeckung von Max Planck, mit der ihm auch der Durchbruch als Physiker gelang. Das sogenannte Plancksche Wirkungsquantum ist eine wichtige Naturkonstante und wird seit seiner Entdeckung durch Planck im Jahr 1900 mit dem Buchstaben "h" bezeichnet. Vereinfacht gesagt hatte der Physiker herausgefunden, dass ein Körper (ein Gegenstand), den man erwärmt, seine Energie anschließend nicht fortlaufend beziehungsweise ununterbrochen, sondern in Sprüngen, den sogenannten "Quanten", abgibt. Albert Einstein interpretierte "hv" fünf Jahre später in seiner Lichtquantenhypothese als Energie eines Phontons der Frequenz "v".

Max Planck wäre beinahe Musiker geworden

Den Grundstein für das Plancksche Wirkungsquantum hatte ein Grundschullehrer gelegt. Er erklärte dem jungen Max Planck und seinen Mitschülern das Prinzip von der Erhaltung der Energie. Kurz gesagt handelt es sich dabei um mehrere Grundsätze der Thermodynamik, nach denen Energie niemals verloren geht - und folgedessen immer erhalten bleibt. Max Planck fand das so faszinierend, dass er sich nach seinem Abitur für ein Physikstudium und nicht für ein Musikstudium entschied. Und das, obwohl er über das absolute Gehör verfügte, Klavier und Cello spielte, eine einwandfreie Sopran-Stimme besaß, in mehreren Chören sang, dirigierte und komponierte. Letzten Endes sah Planck in der Physik aber bessere Berufsperspektiven für sich.

Max Planck verhalf Albert Einstein zum Durchbruch

Er studierte also in München bei Philipp von Jolly und in Berlin bei Gustav Kirchhoff und Hermann von Helmholtz. Seinen Abschluss machte er mit einer 1 im Zeugnis und summa cum laude. Nach seiner Promotion im Jahr 1879 wurde Max Planck im Alter von nur 22 Jahren Privatdozent in München. Nur sechs Jahre später wurde Planck als Professor nach Kiel berufen. 1889 verschlug es den Physiker schließlich nach Berlin. Dort wurde er zu einem bei seinen Studenten sehr beliebten Professor.

1905 las Max Planck schließlich zum ersten Mal eine Abhandlung von Albert Einstein, in der dieser seine Spezielle Relativitätstheorie erwähnte. Planck baute eine Brieffreundschaft mit Einstein auf und war maßgeblich daran beteiligt, dass dessen Theorien genügend Beachtung fanden. 1919 wurde Max Planck der Nobelpreis für Physik verliehen.

Max Planck heiratete die Nichte seiner ersten Frau

Max Planck war zwei Mal verheiratet. Das erste Mal mit Marie Merck, mit der er vier Kinder (Karl, die Zwillinge Emma und Grete und Erwin) hatte. Als Marie 1909 nach längerer Krankheit starb, heiratete Planck 1911 deren Nichte Margarete. Sie war 25 Jahre jünger als der Physiker, was ihm schiefe Blicke von seinen Kollegen einbrachte. "Marga" gelang es aber, Max Planck nach dem schweren Schicksalsschlag seine Lebensfreude wieder zurückzugeben und schenkte ihm noch einen weiteren Sohn, Hermann.

Sohn von Max Planck wurde unter Hitler hingerichtet

Max Planck erlebte auch beide Weltkriege mit. Beide Male verhielt er sich patriotisch und regimetreu - ganz nach dem Motto "Durchhalten und weiterarbeiten". Erst später wurde Max Planck kritischer. Seinen zweiten schweren Schicksalsschlag musste er 1945 hinnehmen. Sein jüngster Sohn aus erster Ehe, Erwin, war wegen Beiteiligung am Aufstand vom 20. Juli 1944 (Stauffenberg) festgenommen und zum Tode verurteilt worden. Obwohl Max Planck mehrfach und schließlich sogar in einem Brief an Hitler persönlich die Vollstreckung des Urteils zu verhindern versuchte, wurde Erwin schließlich am 23. Januar 1945 hingerichtet. Max Planck starb schließlich im Alter von 89 Jahren am 4. Oktober 1947 an den Folgen eines Sturzes und mehrere Schlaganfälle.

Darum gibt es Google Doodles

So sah das allererste Google Doodle im Jahr 1998 aus. Larry Page und Sergey Brin, die beiden Gründer, hatten sich das Logo mit dem Strichmännchen ausgedacht.

Google nutzt Google Doodles, um Feiertage, Geburtstage oder das Leben beziehungsweise die Werke oder Erfindungen berühmter Menschen zu würdigen. Eines der letzten Google Doodles war das am 20. März 2014 anlässlich des kalendarischen Frühlingsanfangs beziehungsweise der Tagundnachtgleiche. Google Doodle© GoogleSo sah das allererste Google Doodle im Jahr 1998 aus. Larry Page und Sergey Brin, die beiden Gründer, hatten sich das Logo mit dem Strichmännchen ausgedacht.

Die Idee zum Google-Doodle hatten die Gründer Larry Page und Sergey Brin schon 1998. Damals bestand es noch aus einem Strichmännchen hinter dem zweiten "o" und war als lustige Nachricht für Google-User gedacht, um zu signalisieren, dass die Chefs gerade nicht im Haus sind. Zwei Jahre später baten Page und Brin den Praktikanten Dennis Hwang, ein Google-Doodle anlässlich des französischen Nationalfeiertags zu designen. Die User waren begeistert - und Hwang fortan Googles Doodle-Chefdesigner. Inzwischen gibt es ein ganzes Team, das sich um immer neue Doodles kümmern muss. Insgesamt wurden schon über 1000 Grafiken und Animationen für das Google-Logo designt. Einsehen kann man sie auf der "Google Doodle"-Seite.

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