+
Google will mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz den Kunden die richtige Antwort für jede Situation bieten.

Suche-Riese kauft britische Firma

Google setzt auf künstliche Intelligenz

New York - Google setzt verstärkt auf künstliche Intelligenz. Der Internet-Konzern kauft die britische Firma DeepMind, die daran arbeitet, Computern das Denken beizubringen.

Google bestätigte die Übernahme unter anderem dem Technologieblog „Recode“ und dem „Wall Street Journal“ in der Nacht zum Montag.

Ein Preis wurde offiziell nicht genannt. Nach Informationen der „Financial Times“ und des Tech-Dienstes „The Information“ zahlte Google rund 500 Millionen Dollar (365 Mio Euro). Den Berichten zufolge überbot Google  das weltgrößte Online-Netzwerk Facebook, das ebenfalls an DeepMind interessiert gewesen sei.

Schon seit langem wurde spekuliert, Google könnte zu Methoden der künstlichen Intelligenz greifen, um seine großen Datenbestände besser auszuwerten. Das Unternehmen entwickelt unter anderem den Dienst Google Now, der als eine Art persönlicher Assistent seiner Nutzer auftritt und sie zum Beispiel bei ihren Terminen auf Verzögerungen durch Verkehrsprobleme hinweist.

Google will Kunden die richtige Antwort bieten

Der Konzern hatte wiederholt erklärt, man wolle den Kunden die richtige Antwort für jede Situation bieten - oft noch bevor sie wüssten, dass sie eine Antwort bräuchten. Schon bei der Internet-Suche versucht Google, sich bei der Anzeige von Ergebnissen auf den aktuellen Kontext zu stützen.

Google hatte bereits 2012 den Futuristen Ray Kurzweil an Bord geholt, der im Bereich der künstlichen Intelligenz forscht. Es gibt große Skepsis, dass Computer jemals wie Menschen denken können - derzeit geht es darum, dass sie eigenständig Probleme lösen können. Die Technologie könnte zum Beispiel Googles selbstfahrenden Autos zugutekommen, die riesige Datenmengen auswerten müssen.

DeepMind von Schach-Wunderkind gegründet

Über DeepMind  ist nicht viel bekannt. Führender Gründer ist Demis Hassabis, ein einstiges Schach-Wunderkind. Er ist laut „Financial Times“ 37 Jahre alt und studierte Neurowissenschaften.

Laut „The Information“ richtet Google auch einen Ethikrat ein, der dafür sorgen soll, dass die Technologie von DeepMind nicht missbraucht wird.

Auch andere große Technologie-Unternehmen stiegen in den vergangenen Jahren in Forschung zur künstlichen Intelligenz ein. So bildete Facebook eine entsprechende Abteilung und der Branchenriese IBM setzt dafür auf seine Supercomputer-Technologie Watson.

Für Google ist es der nächste Schritt bei Zukunftstechnologien: Vor kurzem machte der Konzern ein seit Monaten laufendes Roboter-Projekt öffentlich, für das schon mehrere Spezial-Unternehmen zusammengekauft wurden.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Überwachungskameras: Mehr Sicherheit für wenig Geld
Netzwerkkameras versprechen Sicherheit und Einbruchschutz ohne den großen Installationsaufwand einer Alarmanlage – und ohne hohe Kosten. Halten diese …
Überwachungskameras: Mehr Sicherheit für wenig Geld
Mit diesen Tricks halten ihre Handy-Akkus länger
Berlin - Handy-Akkus sind empfindliche Geschöpfe. Sie leeren sich zu schnell, gehen kaputt und haben ihre eigenen Regeln. Wer diese jedoch beachtet, kann das Beste aus …
Mit diesen Tricks halten ihre Handy-Akkus länger
Zettelwirtschaft adé: Was das Smartphone als Notizbuch taugt
Ob Einkaufsliste, ein Buchtitel oder das lustige Wort, das das Kind gerade gesagt hat: Viele Menschen notieren sich in ihrem Alltag Dinge. Smartphones ersetzen hier …
Zettelwirtschaft adé: Was das Smartphone als Notizbuch taugt
Internetgeschwindigkeit mit Test überprüfen
Vielen Internetnutzern kommt die Surfgeschwindigkeit oft zu langsam vor. Liegt es nur an der Ungeduld oder stehen tatsächlich weniger Datenübertragungsraten bereit? Bei …
Internetgeschwindigkeit mit Test überprüfen

Kommentare