Google Maps tut nichts für iPhone-Benutzer

Tokio - Google hat bisher nichts unternommen, um seine Karten wieder über eine App auf Apple-Geräten mit dem aktuellen Betriebssystem iOS 6 zugänglich zu machen.

Das sagte Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt am Dienstag in Tokio. Apple hatte in iOS 6 die bis dahin immer vorinstallierten Google-Maps durch einen eigenen Dienst ersetzt, der von vielen Anwendern im Vergleich als detailarm und oft falsch kritisiert wird. Man kann die Google-Karten zwar weiterhin über den Browser nutzen, das ist aber weniger bequem als eine App.

„Wir haben noch nichts mit Google Maps unternommen“, antwortete Schmidt auf Fragen von Journalisten in Tokio. Auf jeden Fall würde Apple eine neue App zulassen müssen, „es ist deren Wahl“, zitierte die Finanznachrichtenagentur Bloomberg Schmidt. Apple hatte mit iOS 6 auch darauf verzichtet, eine App für Googles Videoplattform YouTube mit auszuliefern. Die aktuelle YouTube-App ist jedoch inzwischen auch in Deutschland direkt vom Internet-Konzern ist inzwischen verfügbar.

Die Google-Karten und die YouTube-App gehörten seit dem Start des ersten iPhone 2007 fest zum Inventar des Mobilsystems von Apple. Ihr Verschwinden in iOS 6 spiegelt die wachsende Rivalität zwischen den einstigen Partnern wider. Der Internet-Konzern zählt mit dem mobilen Betriebssystem Android zu Apples schärfsten Rivalen. Apple-Gründer Steve Jobs hielt Android zudem für einen Abklatsch von iOS und setzte einen Patentkrieg in Gang. Schmidt verließ im August 2009 den Apple-Verwaltungsrat, dem er - damals noch Google-Konzernchef - drei Jahre lang angehört hatte.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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