Googles neue Smartphones Pixel 2 und Pixel 2 XL sind da - und wurden sofort getestet. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
1 von 12
Googles neue Smartphones Pixel 2 und Pixel 2 XL sind da - und wurden sofort getestet. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Der Fingerabdrucksensor der neuen Pixel-Smartphones liegt auf der Rückseite des Geräts. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
2 von 12
Der Fingerabdrucksensor der neuen Pixel-Smartphones liegt auf der Rückseite des Geräts. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Eine neue Modellreihe mit zwei unterschiedlichen Geräten. Googles Pixel 2 (links) und das größere Pixel 2 XL (rechts). Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
3 von 12
Eine neue Modellreihe mit zwei unterschiedlichen Geräten. Googles Pixel 2 (links) und das größere Pixel 2 XL (rechts). Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Im Vergleich zum Vorgänger (links) haben die Pixel der zweiten Generation ein frischeres Design, auch die Benutzeroberfläche unterscheidet sich trotz gleicher Android-Version erheblich. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
4 von 12
Im Vergleich zum Vorgänger (links) haben die Pixel der zweiten Generation ein frischeres Design, auch die Benutzeroberfläche unterscheidet sich trotz gleicher Android-Version erheblich. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Eine Linse statt Doppel-Kamera. Die neuen Pixel 2 setzen auf eine Einzelkamera und viel Software-Hilfe. Vom Vorgänger übernommen wurde die Glasabdeckung im oberen Bereich der Rückseite. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
5 von 12
Eine Linse statt Doppel-Kamera. Die neuen Pixel 2 setzen auf eine Einzelkamera und viel Software-Hilfe. Vom Vorgänger übernommen wurde die Glasabdeckung im oberen Bereich der Rückseite. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Mit einem speziellen Dual-Pixel-Sensor kann die Einzelkamera im Pixel 2 und Pixel 2 XL Bilder aus minimal unterschiedlichen Winkel schießen - und somit auch Tiefeninformationen ermitteln. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
6 von 12
Mit einem speziellen Dual-Pixel-Sensor kann die Einzelkamera im Pixel 2 und Pixel 2 XL Bilder aus minimal unterschiedlichen Winkel schießen - und somit auch Tiefeninformationen ermitteln. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Mit Photo Lens kann das Pixel auf Googles künstliche Intelligenz zurückgreifen und Objekte in Bildern erkennen. Noch ist das System in der Erprobungsphase - Roboter erkennt es schon. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
7 von 12
Mit Photo Lens kann das Pixel auf Googles künstliche Intelligenz zurückgreifen und Objekte in Bildern erkennen. Noch ist das System in der Erprobungsphase - Roboter erkennt es schon. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Sprachassistent an Bord: Pixel 2 und Pixel 2 XL haben den Google Assistant installiert. Wer möchte, kann ihn über die Active Edge genannten Sensoren aufrufen. Sie erkennen, wenn das Gerät im unteren Bereich zusammengedrückt wird. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
8 von 12
Sprachassistent an Bord: Pixel 2 und Pixel 2 XL haben den Google Assistant installiert. Wer möchte, kann ihn über die Active Edge genannten Sensoren aufrufen. Sie erkennen, wenn das Gerät im unteren Bereich zusammengedrückt wird. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Es pixelt gleich zweimal

Google Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test

Google bringt seine neuen Smartphones Pixel 2 und Pixel 2 XL in den Handel. Die Konkurrenz ist groß. Der langsam auch zum Hardwarehersteller mutierte Suchriese will mit einer starken Kamera und viel künstlicher Intelligenz punkten. Klappt das?

Berlin (dpa/tmn) - Einen Mangel an hochklassigen Android-Smartphones gibt es nicht. Von LG über Samsung, HTC, Nokia und zuletzt Huawei haben alle Hersteller Geräte mit starken Kameras, großen Bildschirmen, viel Speicher im Angebot. Viel Konkurrenz für Googles neue Smartphones Pixel 2 und Pixel 2 XL.

Mit den Smartphones setzt Google seinen Kurs fort, mit Android nicht nur das Betriebssystem, sondern mit der Pixel-Reihe auch gleich ein hochwertiges Referenzmodell zu liefern. Pixel 2 und Pixel 2 XL teilen sich diesmal dieselbe Hardware, unterscheiden sich aber in Größe und Ausführung voneinander.

Eine klassische rechteckige Form mit großen Rändern ober- und unterhalb des fünf Zoll großen AMOLED-Displays mit Full-HD-Auflösung (1080 zu 1920 Pixel) gibt es beim Pixel 2. Das Gehäuse aus Aluminium ist glatt, liegt aber fest in der Hand. Interessantes Detail: Der Ein-/Aus-Schalter hebt sich farblich ab. Auftragshersteller für das Pixel 2 ist HTC.

Das größere Pixel 2 XL hat LGs nahezu randloses Infinity-Display mit sechs Zoll Diagonale im Format 18:9 (1440 zu 2280 Pixel) eingebaut. Im Vergleich zum warmtonigen AMOLED des kleineren Pixel 2 wirkt es etwas blass und bei flachen Blickwinkeln blaustichig. Die Gehäuserückseite des von LG gefertigten Pixel 2 XL ist deutlich rauer, die Kanten von Display und Gehäuse runder.

Damit enden die Unterschiede aber auch. "Wir sparen keine besseren Funktionen für das größere Modell auf", sagte Google-Chef Sundar Pichai bei der Vorstellung der Geräte. Entsprechend gibt es im Inneren Qualcomms Snapdragon 835, 4 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und 64 oder 128 GB Festspeicher. Über Googles Fotos-App erhalten Pixel-2-Nutzer unbegrenzten Speicherplatz für Bilder in Googles Online-Speicher.

Ärgerlich für Kopfhörerbesitzer: Einen 3,5-Millimeter-Ausgang gibt es nicht mehr, nur noch USB-C und einen Adapter. Zu den Gründen hält man sich bedeckt, hinter vorgehaltener Hand wird auch Druck der Industrie zum Umstieg auf rein digitale Schnittstellen als Ursache genannt. Für Nutzer heißt das: Entweder einen USB-Kopfhörer kaufen, drahtlos hören - oder mit dem sperrigen Adapter leben. Immerhin: Es gibt kleine Stereo-Lautsprecher mit ganz ordentlichem Klang.

Wie schon bei der ersten Pixel-Serie will Google auch beim Pixel 2 mit der Kamera punkten. Entgegen dem Trend zur Doppellinse gibt es eine einzelne 12-Megapixel-Kamera mit maximaler Blendenöffnung von f1.8. Mit einem speziellen Sensor, der auch Tiefeninformationen erfassen kann und viel Software-Einsatz bei der Bildverbesserung sollen Fotos entstehen, die den Kamera-Duos der Konkurrenz ebenbürtig sind.

Nach 90 Punkten für den Vorgänger gibt Kamera-Tester DxO nun 98 Punkte auf der nach oben offenen Bewertungsskala. Apples aktuelles iPhone 8 Plus erhält hier mit 94 Punkten ebenfalls eine gute Note, Samsung Galaxy S8 kommt auf 88 Punkte.

Die Bilder der Kamera müssen sich hinter der Konkurrenz im Test tatsächlich nicht verstecken. Fokuszeit und Auslösung sind flott, die wichtigsten Einstellungen schnell gefunden. Mit dem Bokeh-Effekt gelingen leicht Porträts mit unscharfen Hintergründen.

Interessant sind auch die Motion Fotos genannten lebendigen Bilder. Da die Kamera schon vor dem Druck auf den Auslöser aufzeichnet und auch noch etwas danach, sind kurze Videosequenzen in Fotoqualität möglich. Videofilmer werden sich über die ausgereifte Bildstabilisierung freuen, die Handzittern und Bewegungswackler gut aus dem fertigen Film heraushält.

Weitere kleine Details, die Googles Pixel 2 und 2 XL von der Konkurrenz abheben, stecken unter der Haube. Etwa die druckempfindlichen Rahmen. Quetscht man das Telefon mit der Hand leicht, startet der Google Assistant, oder eingehende Anrufe werden stummgeschaltet.

Bild in Bild erlaubt etwa gleichzeitiges Navigieren und Stöbern im Netz. Die auf dem Home-Bildschirm nach unten gerutschte Google-Suchleiste kann nun - wie Apples Spotlight in iOS schon länger - nicht nur Internetsuchen angeben, sondern spuckt etwa bei der Eingabe von Suchbegriffen auch passende Apps oder Telefon-Funktionen aus.

Noch in der Erprobungsphase ist Google Photo Lens. Die künstliche Intelligenz (KI) analysiert und kategorisiert Bilder. Per Knopfdruck bekommt man angezeigt, was auf Bildern zu sehen ist. Während Katzen und Haushaltsgegenstände meist schon gut erkannt werden, schwächelt die KI etwa bei Gebäuden und anderen Objekten - dann werden höchstens grobe Einordnungen angezeigt, oder es wird auf die Google-Bildersuche verwiesen. Der Berliner Fernsehturm mit einem Hochhaus im Vordergrund erhielt im Praxisversuch etwa das Label "Wohneigentum".

Spannend für Musikfans mit Spotify- oder Google-Play-Musik-Konto ist die Funktion "Now Playing". Ist sie aktiv, erkennt das Telefon laufende Songs und zeigt sie auf dem Always-on-Display an. Um Angst vor dem Belauschtwerden durch das Telefon zu zerstreuen, erklärt Google die Funktion ausgiebig. Daten werden nicht übertragen, stattdessen erhalten die Telefone wöchentlich eine Song-Datenbank zugesandt und gleichen Gehörtes ganz lokal auf dem Telefon ab - Google offline geht also doch. Sicherheits- und Funktionsupdates sollen Pixel-2-Nutzer bis mindestens Oktober 2020 bekommen.

Wie schon das erste Pixel sind auch die beiden Nachfolger der allerschnellste Weg zu Google und seinen unzähligen Diensten. Google zeigt mit den Geräten, dass Android nicht nur gut, sondern auch in seiner Grundausführung spitze sein kann. Die vielen kleinen Details geben den Pixeln genug Alleinstellungsmerkmale gegenüber den ebenfalls leistungsstarken Konkurrenzmodellen.

Ähnlich wie Apple bettet Google mit den neuen Pixeln die Smartphones in ein ganzes Ökosystem ein. Unter dem Namen Made by Google gibt es nun auch vernetzte Kopfhörer und vernetzte Lautsprecher mit Google Assistant in Ausführungen von 60 bis 400 Euro - alles im gleichen sachlichen aber eleganten Design. Und auch vom fast ausschließlichen Verkauf über den Google Store nimmt Google mittlerweile Abstand. Die Pixel-2-Smartphones sind in Deutschland auch über Mobilfunkanbieter und in einigen Elektronikmärkten verfügbar.

Das Google Pixel 2 und das größere 2 XL kosten 799 sowie 939 Euro (mit 64 GB), mit 128 GB sind es 909 und 1049 Euro. Kleiner Tipp für Sparfüchse: Das Vorjahresmodell wird mittlerweile ab rund 600 Euro gehandelt.

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Das rasante Rennen um Follower - "The Crew 2" im Test
Im Rennspiel "The Crew 2" geht es um dasselbe wie im echten Leben: Wie kommt man an möglichst viele Follower? Die Antwort: spektakuläre Rennen fahren und waghalsige …
Das rasante Rennen um Follower - "The Crew 2" im Test
Diese Windows-10-Tipps sollte man kennen
Die meisten neuen Notebooks und Computer kommen heute mit Windows 10 ins Haus. Für manche Nutzer alter Betriebssysteme kann das zunächst ungewohnt sein. Aber es gibt …
Diese Windows-10-Tipps sollte man kennen
Geräte mit Virtual Reality im Überblick
Virtuelle Welten ohne Ende und in atemberaubender Qualität - so lautete das Versprechen der letzten Jahre. Und tatsächlich hat sich in Sachen Virtual Reality einiges …
Geräte mit Virtual Reality im Überblick
Das Made-in-Germany-Smartphone Gigaset GS185 im Test
Selten klang ein Telefon unauffälliger als das Gigaset GS185. Der Mittelklasse-Androide hat aber einige interessante Details unter der Haube - und wird in Bocholt im …
Das Made-in-Germany-Smartphone Gigaset GS185 im Test

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.