Google-Aktion

Gemeinnützige Gruppen testen Datenbrille

San Francisco - Der Internet-Gigant Google will fünf gemeinnützige Organisationen mit seiner Datenbrille Google Glass ausstatten.

"Die Entwickler arbeiten bereits mit diesen inspirierenden Gruppen zusammen und nächste Woche werden diese fünf gemeinnützigen Organisationen zum Training ins Google Glass Base Camp nach San Francisco kommen", schrieb Google.org-Direktorin Jacquelline Fuller am Mittwoch in einem Blog-Eintrag.

Wegen ihrer Ideen, wie sie die Hightech-Brille für ihre karitativen Zwecke nutzen wollen, seien die fünf Organisationen unter 1300 Vorschlägen ausgewählt worden. Von Google sollen sie nun 25.000 US-Dollar (18.300 Euro) Zuschuss und eine brandneue Daten-Brille bekommen, verbunden mit einer Begleitung durch Ingenieure.

Die Pläne der Teilnehmer mit den Brillen sind dabei höchst unterschiedlich: Mithilfe des Hightech-Geräts sollen Studenten wie durch die Augen von Paralympics-Athleten sehen können, um mehr Einfühlungsvermögen für Menschen mit Behinderung zu schaffen.

Ein anderes Projekt will mithilfe der Brille Mädchen dazu ermutigen, Mathematik und Naturwissenschaften zu lernen, andere wollen die Kommunikation mit Menschen mit Autismus, Gehörschäden oder Sprachproblemen verbessern. Daneben soll Google Glass auch bei einem Wohltätigkeitslauf quer durch Amerika zum Einsatz kommen, auf dem Spenden zum Kampf gegen Hirntumore gesammelt werden.

Von den einen sehnlichst erwartet, von anderen gefürchtet, ist die Sehhilfe mit Internetanschluss in den USA seit Mai für erste Interessenten erhältlich. Die Datenbrille ist mit Kamera und Display ausgestattet. Sie kann sich über das Smartphone des Nutzers mit dem Internet verbinden und von ihrem Träger per Sprachsteuerung bedient werden. So lassen sich etwa Straßenkarten, Wetterinformationen oder Videos in das Sichtfeld einblenden.

Nun ist der Internet-Gigant damit beschäftigt, das Image seiner Brille aufzupolieren, weil Sorgen um die Privatsphäre wegen der Datenbrille laut wurden.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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