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Das neue Google-Handy "Pixel" soll dem iPhone Konkurrenz machen. 

Knapp 600 Euro kostet es

Google stellt eigenes Smartphone "Pixel" vor

San Francisco - Google will sich mit Telefonen unter eigener Marke ein größeres Stück vom lukrativen Geschäft mit teuren Smartphones sichern.

Der Internet-Konzern stellte am Dienstag in San Francisco sein neues Smartphone namens Pixel in zwei Größen vor. US-Kunden können das Smartphone für 649 Dollar (579 Euro) bekommen, das entspricht ungefähr dem Preis der jüngsten iPhone-Modelle.

Google habe alles selbst konzipiert, sagte Rick Osterloh, Chef einer neuen Hardware-Abteilung des Konzerns, mit Verweis auf die Hardware selbst und die Android-Software. Kernstück des neuen Smartphones ist der Google Assistant, eine künstliche Intelligenz für den Nutzer.

„Hallo, wie kann ich Ihnen helfen?“, diese Frage solle der Assistent über verschiedene Geräte hinweg beantworten, sagte Google-Chef Sundar Pichai zum Auftakt der Veranstaltung in San Francisco. „Das Ziel ist, ein persönliches Google für jeden einzelnen zu entwickeln.“ Der Assistent solle mit der Zeit auch Emotionen erkennen können, wenn ein Mensch mit ihm spricht, sagte Pichai.

„Wir bauen Geräte mit dem Google-Assistenten als Herzstück“, erklärte Hardware-Chef Osterloh. Dazu gehört auch der Lautsprecher „Home“, der auf Sprachbefehl Aufgaben ausführen, Fragen beantworten und das vernetzte Zuhause steuern kann. Durch die Integration des Assistenten kann der Lautsprecher auf alles zurückgreifen, was Google weiß. Also zum Beispiel wie gerade der Verkehr ist, oder wie man ein Bier auf Spanisch bestellt. Amazon ist seit zwei Jahren mit einem ähnlichen Gerät namens „Echo“ auf dem Markt, das demnächst auch in Deutschland verfügbar sein wird.

Geräte in Deutschland ab 20. Oktober erhältlich

Zusätzlich verspricht Google, die Kamera in dem Telefon sei „die beste, die je in einem Smartphone verbaut wurde“. Unter anderem könne sie besonders viel Licht einfangen und die Stabilisierung gegen das Rütteln arbeite besonders präzise. Hält man den Auslöser gedrückt, nimmt die Kamera eine Bildserie auf - und die Software sucht selbst die besten Bilder raus. „Pixel“-Käufer bekommen auch uneingeschränkten Speicherplatz für ihre Fotos - und sogar Videos in 4K-Auflösung - auf Googles Servern. Mit 15 Minuten Ladezeit könne das „Pixel“ sieben Stunden laufen, hieß es.

Die Vorbestellungen begannen am Dienstag außer in den USA auch in Deutschland, Australien, Kanada und Großbritannien. Erhältlich sind die Modelle Pixel und Pixel XL in Deutschland dann ab dem 20. Oktober.

Google brachte bisher einmal im Jahr gemeinsam mit einem Hersteller wie LG oder HTC Telefone mit dem Markennamen „Nexus“ heraus, die die Vorstellungen des Konzerns für die jeweils aktuelle Version seines Betriebssystems Android exemplarisch umsetzen sollten. Die Geräte eroberten allerdings keine großen Marktanteile.

Insgesamt laufen mehr als 80 Prozent der aktuell verkauften Smartphones mit Android. Das Geschäft mit teuren Modellen wird aber von Apples iPhones mit deren eigener Plattform und in der Android-Welt von Samsung beherrscht.

dpa/afp

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