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Mit so einem Auto fährt Google für seinen Landkartendienst Streetview durch die Straßen. Die Kamera fotografiert dabei teilweise kuriose Szenen.

Google Street View: Dieser Kamera entgeht nichts

Berlin - Er wollte sich von Google nicht beim Garteln fotografieren lassen - deshalb griff ein Rentner zur Spitzhacke. Kein Wunder: Den Streetview-Kameras entgeht nichts - wie diese Bilder zeigen. 

Der Landkartendienst Streetview ist seit Monaten heftig in der Diskussion: Datenschützer laufen gegen den Internet-Giganten Google sturm, der mit Kamera-Autos durch die Städte dieser Welt fährt und so jedes Haus, jedes Auto und jeden Menschen fotografiert, der sich zu diesem Zeitpunkt dort aufhält.

Das wollte sich ein 70-Jähriger in Oberösterreich, der gerade in seinem Garten arbeitete, nicht gefallen lassen: Er nahm seine Spitzhacke zur Hand und ging auf das Auto mit dem Kamera-Aufbau auf dem Dach zu.

Google Street View: Dieser Kamera entgeht nichts

Google Street View: Kurioses aus Deutschland und aller Welt

"Ich glaub', der Bub hat sich a bissl g'schreckt, weil i die Hacke in der Hand gehabt hab", erklärt der 70-Jährige aus Steyregg gegenüber dem Onlineportal krone.at. Denn der Student, der den Wagen im Auftrag von Google lenkte, fühlte sich bedroht und rief die Polizei.

Der Rentner versicherte laut krone.at, er wollte dem Mann nichts antun. Er habe sich aber eben nicht beim Garteln fotografieren oder filmen lassen wollen.

Und er hatte noch einen weiteren Grund: "Die Einbrecher sehen doch im Internet meine neuen Garagen und das Auto", sagte er zu krone.at.

In Deutschland wird dieser Google-Dienst noch nicht angeboten. Aber die Vorbereitungen dafür laufen bereits seit 2008. In anderen Ländern wie England oder Norwegen kann man sich bereits durch die Google-Straßen navigieren. Und es zeigt sich: Den Kameras von Streetview entgeht nichts. So gibt es mittlerweile einige Internetportale, auf denen kuriose und außergewöhnliche Bilder von Google Streetview gezeigt werden. Einige davon können Sie in unserer Bilderstrecke sehen.

Das können Verbraucher gegen Streetview unternehmen

Verbraucher können nach ihrer Auffassung bedenkliche Aufnahmen melden, die Google in seiner StreetView-Funktion veröffentlicht. Wer sich durch die Fotos in seiner Privatsphäre verletzt sieht, sollte bei Google Widerspruch einlegen, empfiehlt das Bundesverbraucherschutzministerium (BMELV) in Berlin. Das Ministerium stellt auf seiner Website dafür außerdem ein Musterschreiben zur Verfügung.

Google selbst bietet auf seiner Website ebenfalls eine Möglichkeit, bestimmte Bilder zu melden. Wer zum Beispiel nicht möchte, dass eine Außenaufnahme seines Hauses im Internet zu sehen ist, kann dies mit einem von Google bereitgestellten Online-Formular kundtun. Google prüft nach eigenen Angaben jeden Fall so schnell wie möglich. Gesichter zufällig fotografierter Personen und Kfz-Kennzeichen werden grundsätzlich unkenntlich gemacht. Dies geschieht dem Suchmaschinenbetreiber zufolge mit Hilfe einer Software.

Das von manchen Datenschützern und Verbrauchern kritisch beäugte StreetView ist Bestandteil des Online-Karten-Dienstes Google Maps. Es bietet dem Anwender als Orientierungshilfe Fotoansichten von Straßen und Gebäuden. Es handelt sich jedoch nicht um Live-Aufnahmen: Zwischen den Aufnahmen und der Veröffentlichung können Monate vergehen. Wer dafür sorgen will, dass bestimmte Fotos gar nicht erst online gestellt werden, sollte laut dem Ministerium einer Veröffentlichung vorsorglich widersprechen.

len/dpa

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