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Der Theodor-Heuss-Platz wurde am 18. Dezember 1963 nach dem ersten Bundespräsidenten benannt.

Karten-Katastrophe

Google zeigt Adolf-Hitler-Platz in Berlin

Berlin - Peinliche Panne bei Google Maps: Der Berliner Theodor-Heuss-Platz war beim Online-Kartendienst zeitweise auch unter seinem alten Namen aus der Nazi-Zeit zu finden: als Adolf-Hitler-Platz.

So hieß der Platz im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf in der Nazizeit von 1933 bis 1945. Die Umbenennung war einem Internetblog zufolge ein Kinderspiel. Am 2. Januar habe ein anonymer User für den Theodor-Heuss-Platz die Alternativ-Bezeichnungen Adolf-Hitler-Platz und Reichskanzlerplatz eingetragen, berichtet Blogger Michael Ritz in seinem „LandkartenBlog“. Dieser Vorschlag sei sechs Tage später von einem Google-Kontrolleur nicht nur akzeptiert worden. Der „Reviewer“ habe die beiden vorgeschlagen Namen sogar als reguläre Namen des Platzes eingetragen. Jeder könne mit der Software „Google Maps Maker“ nach einer Anmeldung Änderungen an dem Kartendienst vornehmen, schreibt Ritz.

Ein anderer Nutzer habe am 9. Januar dann die Löschung beantragt, vier Stunden später sei die Korrektur erfolgt. Auch andere Nutzer hatten inzwischen über Twitter auf den Fehler aufmerksam gemacht. Nachdem Medien über den Fehler berichtet hatten, räumte Google den Faux-pas ein.

„Um unsere Karten so akkurat und nutzerfreundlich wie möglich zu gestalten, werden alle von Nutzern durchgeführten Änderungen entweder von der freiwilligen Karten-Community oder von Google-Moderatoren überprüft“, sagte Google-Sprecherin Lena Wagner der Nachrichtenagentur dpa. „In diesem bestimmten Fall wurde die Änderung des Straßennamens versehentlich akzeptiert.“

Der Theodor-Heuss-Platz wurde am 18. Dezember 1963 - wenige Tage nach seinem Tod - nach dem ersten Bundespräsidenten benannt. Von 1906 bis 1933 und von 1947 bis 1963, also vor und nach der Zeit des Nationalsozialismus, hieß der Platz Reichskanzlerplatz.

dpa

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