+
Behält knapp die Hälfte aller Werbeerlöse ein: Suchmaschinengigant Google.

Unternehmen unterstreicht dominante Position im Milliarden-Geschäft Internet

Google legt erstmals Werbeinnahmen offen

New York/Hamburg. Google hat erstmals offengelegt, wie der Internet-Konzern die Werbeeinnahmen mit seinen Partner-Websites teilt. Demnach behält das Unternehmen je nach Art der Werbung entweder knapp ein Drittel oder knapp die Hälfte der Erlöse.

Google bietet verschiedene Varianten seiner Plattform AdSense an, über die Werbung auf Websites geschaltet werden kann.

Bei „AdSense for Content“ werden Werbeanzeigen passend zu Worten auf der Internet-Seite platziert. Bei diesem Modell bekomme der Inhaber der Website typischerweise 68 Prozent der Erlöse, berichtete Google am Montag in einem Firmenblog.

Bei „AdSense for Search“ bauen die Website-Betreiber hingegen ein Google-Suchfenster ein - und die auftauchenden Anzeigen werden den Suchbegriffen angepasst.

Hier bleiben bei der Website normalerweise nur 51 Prozent der Einnahmen hängen. Google erklärt den höheren Abschlag damit, dass die Suchmaschinen-Technologie ständig weiterentwickelt werden müsse.

Da Google mit Abstand eine dominante Position im Milliarden-Geschäft mit Online-Werbung hat, flammen immer wieder Diskussionen darüber auf, ob die Partner einen fairen Deal bekommen.

Auslöser für die Offenlegung dürfte eine Wettbewerbsuntersuchung in Italien gewesen sein, wo Zeitungsverleger Google vorwarfen, die dominierende Marktposition zu missbrauchen. Außerdem sahen Beobachter darin eine Vorbereitung auf den anstehenden Start von Apples Werbe-Plattform iAds, bei der die Partner 60 Prozent der Erlöse bekommen sollen.

Die Zahlen sind für Brancheninsider zwar keine Überraschung, dennoch machen sie erstmals transparent, wieviel Google von den Werbeerlösen einbehält - auch wenn große Partner günstigere Deals mit dem Internet-Konzern abschließen können. Zugleich gibt Google weiter nicht bekannt, wie die Werbeerlöse zum Beispiel bei Werbung auf mobilen Geräten verteilt werden. (dpa)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neuer Internet-Betrug: So raffiniert und gefährlich ist er
Im Internet gibt es aktuell eine neue Betrugs-Masche. In einer E-Mail wird das potenzielle Opfer dazu aufgefordert, seine iTAN-Liste abzufotografieren und …
Neuer Internet-Betrug: So raffiniert und gefährlich ist er
Elektronik kann im Postbriefkasten entsorgt werden
Dass der Briefkasten zur Entsorgung von Elektroschrott taugt, dürfte die meisten überraschen. Aber tatsächlich kann ausgediente Elektronik unter gewissen Umständen …
Elektronik kann im Postbriefkasten entsorgt werden
Die besten Grill-Blogs
Sommerzeit ist Grillzeit! Hier gibt‘s die besten Tipps rund ums Material, das Fleisch und die leckersten Rezepte.
Die besten Grill-Blogs
Phishing-Betrüger wollen Selfies und Kreditkartendaten
Wer ein PayPal-Konto besitzt, sollte derzeit besonders vorsichtig sein. Betrüger geben sich für den Bezahldienst aus und bitten per Mail um ein Selfie mit …
Phishing-Betrüger wollen Selfies und Kreditkartendaten

Kommentare