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Wer nicht mit Stativ fotografiert, braucht ein Objektiv mit guter Bildstabilisierung - vor allem, wenn der Zoomfaktor sehr hoch ist.. Foto: Claudio Onorati

Großer Bildsensor ist wichtiger als großer Zoomfaktor

Brennweite ist nicht alles. Zwar kann man mit den Objektiven moderner Superzoom-Kameras alles schön nah heranholen. Ist der eingebaute Sensor sehr klein, leidet die Bildqualität. Ein Kompromiss muss her.

Hamburg (dpa/tmn) - Superzoom-Kameras stehen irgendwo zwischen Kompaktkameras und Systemmodellen mit Wechselobjektiven. Sie locken mit Brennweiten von Weitwinkel bis Tele in nur einem Objektiv.

Aktuelle Modelle bieten bis zu 2000 Millimeter Kleinbildäquivalent. Doch ein hoher Zoomfaktor ist nicht alles, wie ein Test der Zeitschrift "Computerbild" (Ausgabe 3/2016) zeigt. Wichtiger für detailreiche und rauscharme Bilder sind große Bildsensoren.

Im Test von vier verschiedenen Modellen schnitt nämlich im Punkt Bildqualität nicht die Kamera mit dem größten Zoom am besten ab, sondern das Modell mit dem größten Sensor. Besonders bei wenig Licht zeigen sich die Vorteile größerer Sensoren. Sie liefern schon bei kürzeren Belichtungszeiten detailreiche Aufnahmen ohne viel Bildrauschen. Das Fazit der Tester: Lieber näher rangehen mit weniger Brennweite.

Wichtig: Je höher der Zoomfaktor, desto besser muss auch die Bildstabilisierung des Objektivs sein. Sonst verwackeln Fotos bei hohen Brennweiten ohne Stativ regelmäßig. Je nach Modell sind in höheren Zoomstufen auch nur noch höhere Blenden von f5.6 möglich. Auch dann sind Aufnahmen von weiter entfernten Motiven bei schlechtem Licht meist nur noch mit Stativ möglich.

Von vier getesteten Kameras schnitt die Sony Cybershot RX10 (rund 750 Euro) am besten ab, gefolgt von der Canon Powershot G3 X (etwa 800 Euro) und der Panasonic Lumix FZ300 (rund 520 Euro). Nikons Coolpix P900 landete auf dem vierten Platz. Insgesamt schnitten alle vier Modelle mit "gut" ab.

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